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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 18. Mai 2018, 22:33:01 
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18.05.2018 22:22

16-jähriger Nachbar gestand Mädchenmord in Wien-Döbling

Die Bluttat an einem siebenjährigen Mädchen im "Dittes-Hof" in Wien-Döbling dürfte geklärt sein: Die Polizei hat einen erst 16-jährigen Nachbarn der Volksschülerin festgenommen, der die Tat bereits gestanden an. Ein erkennbares Motiv hatte er laut Polizei nicht. Er gab an, eine "allgemeine Wut" verspürt zu haben, sagte Oberst Michael Mimra am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Der mutmaßliche Täter und sein Opfer kannten einander demnach länger. Bei einer Pressekonferenz in Wien zeigten sich die leitenden Beamten des Wiener Landeskriminalamtes (LKA) erschüttert. So ein Fall sei ihnen noch nicht oft untergekommen, sagten der stellvertretende LKA-Chef Michael Mimra und der stellvertretende Leiter des Ermittlungsdienstes, Gerhard Haimeder. Mehr als zwei Tage hatten sie seit dem Auffinden der Leiche der siebenjährigen Volksschülerin im "Dittes-Hof" Samstagfrüh nach Spuren gesucht, bis Spürhunde vor der Wohnung anschlugen, in der der 16-Jährige mit seinen Eltern und seinem zwei Jahre jüngeren Bruder wohnt.

Die Tiere hatten verdächtige Blutspuren erschnüffelt, die nicht ausreichend gesäubert worden waren. Ermittler befragten daraufhin die Familie. Dabei sagte der ältere Sohn zunächst, er habe sich am Freitag geschnitten. Den Fahndern kam diese Erklärung seltsam vor. Sie hakten nach, am Montagabend gab der 16-Jährige vor seinen Verwandten zu, für den Tod des siebenjährigen Mädchens verantwortlich zu sein.

Er wurde festgenommen und in der Nacht auf Dienstag im Wiener Landeskriminalamt genauer einvernommen. Er ist Österreicher mit tschetschenischen Wurzeln. Mit zwei Jahren kam er mit seiner Familie nach Österreich. Damals herrschte in Tschetschenien Krieg, auch die Familie des Opfers kam ungefähr zu derselben Zeit nach Österreich. Beide Parteien wohnten seit Jahren im "Dittes-Hof", sie kannten einander, und - so weit die Ermittler bisher wissen - sollen sie auch gute, zumindest nachbarschaftliche Kontakte gepflegt haben. Die Siebenjährige soll in der Wohnung des Verdächtigen immer wieder zu Besuch gewesen sein und ein Eis oder Ähnliches bekommen haben, sagte Haimeder.

Die Angaben des Jugendlichen zu seinem Motiv machten die Ermittler fassungslos: "Wir haben ihn gefragt: 'Warum dieses Mädchen?' Er hat diesen Stehsatz, den man oft hört, gesagt: 'Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort.'", schilderte Haimeder die Verantwortung des Burschen. Der 16-Jährige dürfte keine großen Emotionen oder Reue gezeigt haben: "Es ist ihm egal, von seinen Aussagen und seiner Körpersprache her. Es tut ihm die Mutter des Opfers leid, nicht das Mädchen."

Die Ermittlungsarbeit der Polizei ist noch nicht abgeschlossen. Von weiteren Einvernahmen erhoffen sie sich, dass es doch noch nähere Aufschlüsse zum Tatmotiv gibt. Auch sein Computer und sein Mobiltelefon werden gecheckt. Mimra und Haimeder betonten auf Nachfrage, dass es bisher keine Hinweise auf andere Motive gibt, etwa auf eine versteckte Radikalisierung oder dass es im Hintergrund etwa doch Zwistigkeiten zwischen den beiden Familien gegeben hat.

Erschüttert zeigte sich auch Landesvizepolizeipräsident Michael Lepuschitz. Er wies darauf hin, dass die Polizei immer häufiger Messer als Tatwaffen registriere. "Nicht nur bei Tötungen, sonder auch bei Körperverletzungen, Raubüberfällen und anderen Taten", betonte Lepuschitz. Oft handle es sich um ganz einfache Messer, "etwa Küchenmesser, wie im vorliegenden Fall, oder Taschenmesser". Darüber werde man nachdenken müssen. Der Landesvizepolizeipräsident sagte, dass es heuer in Wien bisher zwölf Tötungsdelikte gab, von denen bisher elf geklärt wurden.

Am Freitagnachmittag spielte das siebenjährige Mädchen im Hof, ebenso wie der 14-jährige Bruder des Verdächtigen. Ihr älterer Bruder und ihre Freunde verloren das Mädchen irgendwann aus den Augen. Die Volksschülerin besuchte den 16-Jährigen in seiner Wohnung, der zu diesem Zeitpunkt alleine war. "Er hat das Mädchen aufgefordert, ihm zu folgen", schilderte Haimeder die schrecklichen Ereignisse, wie sie der Jugendliche erzählt hatte. Die Siebenjährige bekam nicht mit, dass er ein Messer - ein Brotmesser mit etwa 20 Zentimeter Klingenlänge - versteckte, und kam ihm ins Badezimmer nach. Er stieß das Kind in die Dusche und führte "einen massiven Angriff" gegen ihren Hals. "Er hat ihr fast den Kopf abgetrennt", führte der Kriminalist aus.

Dann versuchte er, das tote Mädchen und das Badezimmer vom Blut zu säubern, was aber nicht ausreichend gelang. Spezialisten des LKA konnten noch Blutspuren am Tatort nachweisen. Die Leiche verpackte er in einem Plastiksackerl und warf sie in einen Müllcontainer. Haimeder betonte, dass er dabei nicht von anderen Hausbewohnern beobachtet wurde. Die Fahnder fragten ihn, ob er nicht damit gerechnet habe, erwischt zu werden. "Wahrscheinlich schon, hat er gesagt, aber er hat auch gehofft, dass die Müllabfuhr vielleicht doch schneller ist", schilderte der Beamte.

Noch in der Nacht streiften Polizisten in der Wohnanlage, einem Gemeindebau mit etwa 300 Wohnungen. Am Samstag in den frühen Morgenstunden wurde die Suche fortgesetzt. Es kamen zwei Mordermittlergruppen zum Einsatz, dazu die Bereitschaftseinheit, Dienst- und Stöberhunde. Ein Beamter alarmierte die Mitarbeiter der Müllabfuhr (Magistratsabteilung 48), beim Ausleeren der Container besonders vorsichtig zu sein.

Ein MA48-Arbeiter entdeckte tatsächlich in einem Container das Plastiksackerl, aus dem die Beine des toten Mädchens herausschauten. "Es war eine Frage von Minuten", sagte Haimeder. Der Fundort wurde abgesperrt. "Unser erster Ansatz war, den Tatort zu finden", erläuterte der leitende Ermittler die weitere Vorgangsweise. Die 300 Wohnungen, in denen 520 Anrainer beim Zentralmeldeamt registriert sind, wurden überprüft. Zunächst vermuteten die Fahnder eine Waschküche als Tatort, weil die Leiche offensichtlich gereinigt worden war und sie an einen Ort dachten, in dem der Täter einige Zeit ungestört arbeiten hätte können. Als aber klar war, dass die Waschküchen vom Magistrat gegen Voranmeldung vergeben werden, schieden sie diese Möglichkeit relativ bald wieder aus und konzentrierten sich auf die Wohnungen, wo sie bei dem 16-Jährigen Erfolg hatten.

https://www.apa.at/Site/News.de.html?id=6242282582


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 20. Mai 2018, 11:33:35 
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Blutige Badematte am Boden

17. Mai 2018 09:53; Akt: 17.05.2018 12:17 Print

Neues Video: Was wusste Familie des Killers wirklich?

Ein Video vom Wochenende, das der "heute.at"-Redaktion zugespielt wurde, zeigt offenbar, dass die Familie des Killers von der Bluttat ihres Sohnes gewusst haben muss.

Der tatverdächtige 16-Jährige schweigt gegenüber der Polizei. Er will nicht mehr mit den Ermittlern sprechen - mehr dazu hier. Wie viel seine Familie von der fürchterlichen Tat am Freitag gewusst hat und ob ihm eventuell jemand bei der Beseitigung der Leiche geholfen hat - diese Frage quält jetzt vor allem die Angehörigen der getöteten Hadishat.

Fakt ist bisher: Vater und Mutter haben ein wasserdichtes Alibi - sie besuchten ein Konzert einer tschetschenischen Künstlerin in der Wiener Leopoldstadt, als es im Döblinger "Ditteshof" zur Tragödie kam. Der kleine Bruder spielte im Hof des Gemeindebaus.

Doch dass die gesamte Familie bis zur Verhaftung ihres Buben Montagnacht nichts von seiner Tat gewusst haben, wie sie immer wieder beteuern, ist für die Mama der kleinen Hadishat nicht glaubhaft. Ihr wurde ein Video gezeigt, das in der Wohnung des Verdächtigen aufgenommen worden sein soll - und zwar bereits am Wochenende. Es zeigt blutige Badematten, die im sonst penibel sauberen Wohnzimmer zwischengelagert sind. Auch die Katze, die Hadishat so liebte und deretwegen sie bei Robert K. läutete, ist in dem "heute.at" vorliegenden Clip zu sehen. Ein Bekannter der Familie hält das nervöse Tier am Arm, während in der Wohnung, in der sich die Bluttat zugetragen hat, ganz offensichtlich eine großangelegte Putzaktion am Laufen ist.

Rechtlich ist es völlig unerheblich, ob die Familie des Verdächtigen ihm bei der Beseitigung der Leiche oder der Blutspuren geholfen hat, so der Anwalt der Opferfamilie, Nikolaus Rast. "Doch wir wollen die ganze Wahrheit erfahren, um mit der Tragödie endlich abschließen zu können", sagt Hadishats Mutter Zarema zu "Heute".

Sie ärgert sich, denn vor der Verhaftung kam die Mutter des mutmaßlichen Killers noch zur Opfer-Familie, um Beileid auszusprechen. "Ich bin mir aber sicher, dass sie mich nur aushorchen wollte. Die Frau zitterte am ganzen Körper, schwitzte und war irrsinnig nervös. Ich kam mir vor wie in einem falschen Film, denn eigentlich habe ich ja ein Kind verloren. Plötzlich aber wirkte meine Nachbarin gebrochen", schildert Hadishats Mutter.

Für Robert K. und seine Angehörigen gilt die Unschuldsvermutung.

http://www.heute.at/oesterreich/news/st ... g-50837064


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 20. Mai 2018, 11:36:03 
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Hadishats Familie

17. Mai 2018 05:55; Akt: 17.05.2018 12:15 Print

Rustam G.: "Täterfamilie terrorisiert uns mit SMS"

von Clemens Oistric - Robert K. nahm der Familie der kleinen Hadishat das Liebste auf der Welt - nun geben seine Angehörigen keine Ruhe.

Denn sie wissen nicht, was sie tun. Oder doch? "Wir werden seit Tagen permanent von der Mutter des Verdächtigen mit SMS und Sprachnachrichten terrorisiert", klagt Rustam G., Bruder der ermordeten Hadishat.

Er lässt "Heute" einige der verstörenden WhatsApp-Beiträge anhören. Hadishats Onkel Zavalu G. ärgert sich sehr darüber: "Die Frau heult die ganze Zeit hysterisch und faselt davon, dass ihr Sohn unschuldig ist. Immer wieder spricht sie davon, dass sie und ihr Mann nichts mit der Tat zu tun haben und auch nichts davon gewusst haben."

Auch Anwalt Nikolaus Rast schüttelt den Kopf und sagt: "Meine Klienten haben schon mehrmals geschrieben, dass sie keine SMS mehr bekommen wollen. Die gebeutelte Familie soll endlich in Ruhe trauern und das Geschehene verarbeiten können..."

http://www.heute.at/oesterreich/wien/st ... --48290550


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 20. Mai 2018, 16:26:55 
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„Wir leben in Angst“

20.05.2018 06:00

Fall Hadishat: Jetzt sprechen Robert K.s Eltern

Ihr eigener, erst 16 Jahre alter, Sohn gesteht den blutigen Mord der erst sieben Jahre alten Hadishat. Mit einem Brotmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge hatte der mutmaßliche Täter das kleine Mädchen attackiert, getötet, den Leichnam in einen Plastiksack gesteckt und wie Müll entsorgt. Nun sprechen Robert K.s Eltern über die unfassbare Tat, ihren Sohn Robert und ihre Angst vor Rache.

„Krone“: Frau K., Herr K. - wie gehen Sie damit um, dass Ihr Sohn einen grauenhaften Mord begangen hat?

Robert K.s Eltern: Wir können das Geschehene noch nicht begreifen. Wir glauben ständig, dass wir in einem schrecklichen Albtraum gefangen sind, aus dem wir doch irgendwann aufwachen müssen.

Beschreiben Sie Ihren Sohn - wie Sie ihn kennen.

Er war immer ein besonders braves Kind. Er machte uns nie ernsthafte Probleme, wir hatten nie Streit mit ihm. Nur wenn er in der Schule schlechte Noten schrieb, kam es zwischen uns manchmal zu Diskussionen.

Seine Reaktion?

Wir hatten das Gefühl, dass er sich im Gymnasium wieder mehr bemühte. Um sein großes Ziel zu erreichen: Jus zu studieren und später als Anwalt zu arbeiten.

Wie verhielt sich Robert nach dem Fund von Hadishats Leiche?
Nicht anders als sonst.

Wie verbrachte er die Tage bis zu seiner Verhaftung?

Samstag und Sonntag traf er sich nachmittags mit Freunden, die restliche Zeit war er daheim. Am Montag ging er ganz normal zur Schule.

Und weiter?

Wir haben wenig auf ihn geachtet. Denn wir waren ja selbst in keinem guten seelischen Zustand. Wegen Hadishats Tod.

In der Nacht auf Dienstag wurde Ihr Sohn verhaftet, und er gestand seine Tat ...
Unsere Welt ist damit für immer zusammengebrochen.

Wie leben Sie jetzt?

In ständiger Angst, vor allem um unseren jüngeren Sohn. Denn aus tschetschenischen Kreisen wurde uns Blutrache angekündigt. Wir befinden uns deshalb jetzt an einem geheimen Ort und werden rund um die Uhr bewacht.

Die Familie des Opfers hegt den Verdacht, dass Sie Robert gedeckt haben.

Das ist nicht wahr. Unser Mitgefühl mit der Mutter und den Geschwistern des Mädchens war nicht gespielt. Denn auch wir haben Hadishat geliebt.

Ihre Empfindungen Robert gegenüber?

Wir können uns sein fürchterliches Handeln nicht erklären und finden auch keine Entschuldigung dafür. Aber er bleibt unser Sohn, und wir lieben ihn.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

http://www.krone.at/1710710


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 23. Mai 2018, 12:59:51 
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Wer ist Robert K.?

21.05.2018 08:07

Mädchenmord in Wien: Die Psyche des Totmachers

Er spielte mit ihr. Er schenkte ihr Süßigkeiten. Er tröstete sie, wenn sie traurig war. Die kleine Hadishat hat Robert K. wie einen Bruder geliebt. Dann brachte er sie um, auf bestialische Weise. „Es gab keine Vorzeichen für seine Tat“, so die Eltern des 16-jährigen mutmaßlichen Mörders.

ls Hadishat am frühen Nachmittag des 11. Mai die Wohnung einer Nachbarsfamilie im zweiten Stock eines Gemeindebaus in Wien-Döbling betrat, dachte sie sicherlich an nichts Böses. Nur Robert K. war zu Hause, wahrscheinlich freute sich die Kleine sogar über die Möglichkeit, mit dem Burschen alleine sein zu dürfen.

Denn der 16-Jährige hatte ja schon so oft mit ihr gespielt, ihr Süßigkeiten geschenkt und sie immer getröstet, wenn sie traurig war. Die Eltern der beiden: gebürtige Tschetschenen, eng miteinander befreundet, seit Langem schon. Vermutlich plauderten das Volksschulkind und der Gymnasiast freundlich miteinander, während das Mädchen seine Katze streichelte „und wir in der Küche ein Eis aßen“ - wie Robert K. mittlerweile der Kripo zu Protokoll gegeben hat.

Und danach? „Hab‘ ich ihr gesagt, dass ich ihr im Badezimmer etwas zeigen will.“ Dass er da bereits ein Brotmesser unter seinem T-Shirt versteckt hatte, konnte die Siebenjährige nicht ahnen. Der Angriff muss für sie völlig überraschend gekommen sein, „ich schnitt ihr schnell die Kehle durch“, erzählte der Bursch im Verhör und dass er Hadishats Leiche in der Duschtasse ausbluten ließ, um sie anschließend in einen Plastiksack zu packen und in einem Müllcontainer der Anlage „zu entsorgen“.

„Ich hab‘ einfach ein Opfer gebraucht“

Das Motiv für sein grauenhaftes Handeln? „Ich spürte an diesem Tag eine irre Wut in mir, ich war richtig schlecht drauf und ich wollte mich irgendwie abreagieren.“ Warum gerade an Hadishat? „Sie war halt zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich hab‘ einfach ein Opfer gebraucht, und sie ist verfügbar gewesen.“

Geriet Robert K. nach seiner Tat in Panik? „Eigentlich nicht. Ich dachte mir: Wenn ich erwischt werde, hab ich eben Pech gehabt. Aber es könnte ja auch sein, dass alles ganz anders läuft.“ Darum reinigte Robert K. „rasch und unter ziemlich viel Schweiß“ den Abfluss, putzte mit Dan-Klorix die Fliesen und entfernte mit einem Universalreiniger Blutflecken auf den Perserteppichen und dem Parkettboden. Ein paar dunkle Stellen blieben zurück, „ich erklärte sie meiner Familie später mit einem Missgeschick“.

Der Bursch hatte sich selbst eine tiefe Wunde zugefügt, an der rechten Hand, mit der Mordwaffe - ob bei seinem Verbrechen, oder danach, absichtlich, ist noch ungeklärt. Fest steht: Als Robert K.s 13-jähriger Bruder kurz nach 18 Uhr nach Hause kam, war die Wohnung so sauber wie immer, und der Gymnasiast wirkte angeblich „völlig normal“.

Zusammen hätten die beiden zu Abend gegessen, belegte Brote, und dabei über Belangloses geredet, über die Schule und gemeinsame Bekannte. Im Anschluss hätten sie noch ein wenig ferngesehen und sich dann bald zu Bett gelegt. Die Mutter, Verkäuferin in einem Modegeschäft in der Innenstadt, kam gegen 21 Uhr vom Dienst nach Hause, der Vater - im Hauptberuf Dolmetscher, nebenbei jobbt er bei einer Veranstaltungsagentur - hatte an diesem Abend ein Konzert in Wien-Leopoldstadt mitorganisiert und traf um etwa 22 Uhr in dem Gemeindebau ein.

Auf dem Weg zu seiner Stiege traf er Nachbarn, die ihm von Hadishats Verschwinden erzählten. Er alarmierte seine Frau - „unsere Söhne schliefen bereits“ - und beteiligte sich mit ihr an der Suche nach dem vermissten Mädchen: „Wir kannten es gut, wir mochten es sehr und waren in fürchterlicher Sorge.“ Das Ehepaar weiters: „Wir konnten deshalb in der kommenden Nacht kaum schlafen.“ Am Morgen sei die Mutter „schon sehr zeitig“ zur Arbeit gegangen, der Vater erfuhr bald vom Leichenfund in der Mülltonne, „ich war völlig zerstört“. Und seine Söhne? Der Jüngere habe zu weinen begonnen, „und Robert nahm ihn in den Arm“.

„Es zog uns den Boden unter den Füßen weg“

Wie verliefen die folgenden Tage? „Wir versuchten, Hadishats Familie, ihrer Mutter, den sechs Geschwistern und anderen Angehörigen Trost zu spenden, wir weinten und beteten mit ihnen. Und wir luden sie alle zu uns nach Hause ein.“ Am Dienstag, wenige Minuten nach Mitternacht, läuteten Polizisten an der Türe der K.s - „und sie nahmen unseren Robert unter Mordverdacht fest. Nein, sagten wir den Beamten, es muss sich um einen Irrtum handeln, unser Bub wäre zu solch einer schrecklichen Tat niemals fähig.“ Stunden später lag bereits ein detailliertes Geständnis des Gymnasiasten vor: „Da zog es uns den Boden unter den Füßen weg.“

Anscheinend völlig reuelos hat der 16-Jährige der Kripo den Hergang des Verbrechens geschildert, „so“, erinnert sich ein Fahnder, „als würde er über ein unwichtiges Ereignis berichten“.

Robert K. - wer ist er? Seine Eltern wanderten mit ihm 2004 von Tschetschenien nach Wien aus, der Bub war damals zwei, „und wir versuchten alles, um uns hier voll zu integrieren und eine gesicherte Existenz aufzubauen.“

„Er war immer ein besonders braves Kind“

Das Ehepaar legte sogar seinen alten Familiennamen ab und nahm einen „typisch österreichischen“ an: „Denn unsere Kinder sollten gesellschaftlich nicht benachteiligt sein.“ Robert habe sich auch tatsächlich „prächtig entwickelt - er war besonders brav“. Und er schien „extrem intelligent“. Weswegen ihn der Vater sogar in ein teures Privat-Gymnasium zum Unterricht schickte. Glücklich war der Bursch dort allerdings nie. Er galt als Einzelgänger, als Außenseiter, der lieber auf seinem Handy oder am PC Computer-Games spielte, als Kontakt zu seinen Klassenkameraden zu suchen.

Doch, er hatte ein paar Freunde, aber die Beziehungen zu ihnen waren eher oberflächlich, im vorvergangenen Jahr wurden seine Lernerfolge schlechter, speziell in Mathematik und Physik. Er blieb „sitzen“ und musste die fünfte Klasse wiederholen.

Er bedrohte Mädchen mit dem Umbringen

Seitdem verhielt sich Robert K. in der Schule noch auffälliger, wiederholt soll er Mädchen mit dem Umbringen gedroht, ihnen angekündigt haben, sie zu erstechen oder zu erwürgen. Aber in dem Gemeindebau, in dem er aufgewachsen war, gab er weiterhin den höflichen, ruhigen, wohlerzogenen Buben, der alten Frauen Einkaufstaschen nach Hause trug und den Kindern aus der Anlage beim Ballflicken half und sie auf seinem Rücken reiten ließ.

„Rückblickend betrachtet“, sagt ein Nachbar, „ist es schon komisch, dass er sich vor allem mit den ganz kleinen Mädchen und Buben abgab, ständig mit ihnen spielte - und sich dadurch zu ihrem engsten Vertrauten machte.“ Bei dem sie Rat suchten, in kleinen und in größeren Dingen.

Robert K. - wer ist er? Diese Frage haben nun Psychiater zu beantworten.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

http://www.krone.at/1710775


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 23. Mai 2018, 16:57:05 
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Mordfall Hadishat

23.05.2018 15:07

Jetzt wird Robert K.s Anwältin mit dem Tod bedroht

Nach dem grauenhaften Verbrechen an der kleinen Hadishat ist die Wiener Polizei in höchster Alarmbereitschaft. Denn bei dem Begräbnis des Mädchens in Tschetschenien (siehe auch Video oben) wurde zu einem Rachemord an der Familie des Täters aufgerufen. Auch die Anwältin des 16-Jährigen wird jetzt massiv bedroht.

Die bedrohlichen Nachrichten an Robert K.s Verteidigerin Liane Hirschbrich werden seit Dienstag - vermutlich von Prepaid-Handys - abgeschickt. „Du hast in Interviews gesagt, dass du einen höflichen, freundlichen Tschetschenen vertrittst“, ist in einer der SMS zu lesen, und: „Es wird auch ein höflicher, freundlicher Tschetschene sein, der dich erstechen wird.“

Die Anwältin hat in ihrer beruflichen Laufbahn bereits viele Menschen, die schwere Straftaten begangen haben, verteidigt - darunter auch Alen R., den Amokfahrer von Graz. „Aber noch nie wurde ich zuvor bedroht“, sagt sie. Hirschbrich hat mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Beamten wollen nun versuchen, die Absender der düster-bedrohlichen Nachrichten auszuforschen.

„Ermordung ist notwendig“

Die Familie von Robert K. befindet sich nach wie vor an einem geheimen Ort - und wird rund um die Uhr bewacht. Verwandte des Opfers sowie diverse tschetschenische Vereinigungen rufen nämlich immer wieder zur Blutrache auf. Die Eltern und der jüngere Bruder des 16-Jährigen hätten für seine Tat zu büßen, ihre Ermordung wäre „notwendig“.

Auch der Täter gilt als extrem gefährdet. Er sitzt in der Justizanstalt Josefstadt in U-Haft, ist dort „aus Sicherheitsgründen“ in einer Einzelzelle untergebracht. Er steht unter besonderer Beobachtung, Zusammentreffen mit anderen Insassen werden vermieden. Selbst Hofspaziergänge darf er nur alleine machen.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

http://www.krone.at/1712220


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 27. Juni 2018, 09:43:44 
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Registriert: Donnerstag, 04. Januar 2018, 18:43:55
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Mordfall Hadishat (7)
27.06.2018 06:00
Ausbruch aus Haft: Täter-Familie droht Blutrache
Der Mord an der siebenjährigen Hadishat, mutmaßlich durch den 16-jährigen Nachbarsbuben Robert K., in einem Wiener Gemeindebau war eine der grausamsten Bluttaten in Österreichs Kriminalgeschichte. Nun der Knalleffekt: Der Vater des grausam erstochenen Mädchens brach in Südtirol aus dem Gefängnis aus - jetzt herrscht Angst vor Blutrache!

Jetzt sind die heimischen Sicherheitsbehörden erneut in höchster Alarmbereitschaft. Der Vater von Hadishat musste wegen Schleppereiverdachts in Italien eine Haftstrafe verbüßen - doch nun ist er auf der Flucht. Er nahm die Gelegenheit eines Freiganges wahr und kehrte nicht zurück. Der Tschetschene ist natürlich zur Fahndung ausgeschrieben.


Familie zittert vor Blutrache
Nun zittert die Familie des Mordverdächtigen vor der Blutrache. Diese schworen tschetschenische Familienmitglieder bereits kurz nachdem der mutmaßliche Täter einräumte, das siebenjährige Mädchen im Gemeindebau in Wien-Döbling erstochen zu haben. Als gefährdet gelten die Eltern von Robert K. sowie sein jüngerer Bruder. Sie wurden an einem anderen Ort untergebracht und mussten ihre Identitäten wechseln.


Die Sorge gilt auch zwei Klassenkameraden an der Döblinger Privatschule, die Robert K.s Geständnis für „blöde Prahlerei“ hielten, und einem elfjährigen Nachbarsbuben als möglichem Mitwisser im Dittes-Hof. Ziel der Rache könnte auch die Wiener Top-Anwältin Liane Hirschbrich sein. Die Rechtsvertreterin des Mordverdächtigen, die schon zuvor Todesdrohungen bekommen hatte, wurde jedenfalls von der Polizei verständigt. Die Ermittler zeigten ihr auch ein aktuelles Foto des Ausbrechers.


Dem 16-jährigen Robert K. drohen maximal 15 Jahre Haft. Sollte er von Gutachtern allerdings als gefährlich eingestuft werden, könnte er bis zu seinem Lebensende in einer Anstalt untergebracht werden.

Martina Prewein und Martina Münzer, Kronen Zeitung

https://www.krone.at/1730045


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 06. Juli 2018, 09:32:34 
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„Die wahren Gründe“
06.07.2018 06:00
Das neue Horror-Geständnis von Hadishats Mörder
Jener 16-jährige Gymnasiast, der vor zwei Monaten in Wien ein Nachbarsmädchen getötet hat, revidierte nun vor der Kripo seine bisherigen Angaben zu der Gräueltat. „Stimmen in meinem Kopf“, behauptet er jetzt, „haben mir den Mord befohlen.“

Es war vor wenigen Tagen, als Robert K. darum bat, „noch einmal mit Polizisten sprechen“ zu dürfen. Vor zwei Monaten hat der 16-Jährige in der Wohnung seiner Eltern in Wien-Döbling ein Nachbarsmädchen - die kleine Hadishat - umgebracht. Er habe „große Wut“ in sich verspürt, so der Bursch nach seiner Verhaftung in Verhören: „Und ich musste mich einfach irgendwie abreagieren.“ Deshalb sei die Siebenjährige sein Opfer geworden: „Zufällig. Sie ist halt zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen.“


„Stimmen gaben mir den Mordauftrag“
Wochen hindurch blieb Robert bei dieser Aussage - jetzt gab er der Kripo zu Protokoll: „Ich will endlich über die wahren Gründe für mein Handeln reden.“ Psychiater im Gefängnis - „ihnen habe ich mich bereits anvertraut“ - hätten ihm „zu diesem Schritt geraten“. „Stimmen in meinem Kopf“, behauptet der Gymnasiast nun, „gaben mir den Mordauftrag.“


Stimmen, die er seit seinem achten Lebensjahr höre, „aber etwas wirklich Böses verlangten sie erstmals von mir, als ich mit Hadishat am Nachmittag des 11. Mai auf meiner Couch saß und wir uns am iPad Zeichentrickvideos ansahen. Plötzlich befahlen sie mir, die Kleine zu erwürgen. Also legte ich meine Hände um ihren Hals und drückte zu.“

Freund Leiche von Hadishat gezeigt
In der Folge sei er „von den Stimmen dazu angewiesen“ worden, das „keuchende, schwer geschockte Kind“ ins Badezimmer zu tragen, aus der Küche ein Messer zu holen „und Hadishat damit zu erstechen“. Kurz danach schrieb der 16-Jährige einem Freund eine SMS: „Komm zu mir.“ Bald traf der Bub bei ihm ein, er sah die Leiche, brach weinend zusammen. Robert erklärte ihm: „Hadishat hat Dinge gesehen, die sie nicht hätte sehen dürfen. Darum musste sie sterben.“

Hatte er schon seit Langem Mordfantasien? Der Täter dazu: „Ich erinnere mich bloß an meine Panik. Davor, dass die Stimmen mich dazu drängen könnten, auch meinen Freund zu killen.“ Hatte der Gymnasiast schon vor seinem Verbrechen an der Siebenjährigen Tötungsfantasien? Schulkollegen des Burschen berichteten nun der Polizei: „Er philosophierte manchmal davon, einen Mord begehen zu wollen. Aber wir nahmen seine Ankündigungen nicht ernst.“

Eisenstange oder Messer immer im Rucksack dabei
Genauso wenig wie Roberts Erzählungen über zwei Spaziergänge am Kahlenberg, im vergangenen April, mit einer Gleichaltrigen: „Er behauptete, dass er dabei überlegt habe, das Mädchen umzubringen.“ Mit diesen Aussagen konfrontiert, gab der 16-Jährige mittlerweile zu: „Ich trug bei diesen Ausflügen Handschuhe und ich hatte ein Klappmesser dabei. Aber ohne tieferen Sinn. Denn zuletzt befanden sich ja fast immer eine Eisenstange oder Messer in meinem Rucksack.“ Warum? „Einfach so.“


Wie erklärt er die Änderung seiner Tat-Verantwortung? „Ich hatte zunächst Angst davor, dass ich mit starken Medikamenten niedergespritzt werde, wenn ich über die Stimmen in meinem Kopf rede.“ Sollten Gerichtspsychiater bei Robert die Diagnose Schizophrenie stellen, würde er als unzurechnungsfähig gelten - und könnte damit nicht für sein Verbrechen bestraft werden.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

https://www.krone.at/1735311


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 06. Juli 2018, 10:57:55 
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Registriert: Dienstag, 13. November 2012, 14:49:09
Beiträge: 14155
Helios hat geschrieben:
Wie erklärt er die Änderung seiner Tat-Verantwortung? „Ich hatte zunächst Angst davor, dass ich mit starken Medikamenten niedergespritzt werde, wenn ich über die Stimmen in meinem Kopf rede.“ Sollten Gerichtspsychiater bei Robert die Diagnose Schizophrenie stellen, würde er als unzurechnungsfähig gelten - und könnte damit nicht für sein Verbrechen bestraft werden.



Und genau das will er ja sicher nun mit der geänderten Aussage erreichen.

_________________
Admin und Foren Moderatorin
Hinweise zu den eingestellten Fällen bitte an die zuständige Polizeidienststelle


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 12. August 2018, 23:16:38 
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Beiträge: 6593
9. August 2018

Mord an Hadishat: Erstes Gutachten zum Täter

Der Justiz liegt ein erstes Gutachten über jenen 16-Jährigen vor, der am 11. Mai in Wien-Döbling die siebenjährige Hadishat erstochen haben soll. Eine psychologische Sachverständige, die den Burschen im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht hat, bescheinigt diesem laut der österreichischen „Kronen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) eine extreme emotionale Abstumpfung und eine schwer gestörte Persönlichkeitsentwicklung.

Wie die Sprecherin der Wiener Anklagebehörde, Nina Bussek, auf APA-Anfrage erläuterte, wurde die Expertise eingeholt, um das Persönlichkeitsprofil der Mordverdächtigen abzurunden. Eine Antwort auf die für das weitere Verfahren entscheidende Frage, ob der 16-Jährige im Tatzeitpunkt zurechnungsfähig und damit schuldfähig war, wird aber erst das psychiatrische Gutachten erbringen. Das ist noch ausständig.

Von dem Ergebnis hängt dann ab, ob der Jugendliche allenfalls wegen Mordes angeklagt werden kann oder die Staatsanwaltschaft aufgrund einer höhergradigen geistig-seelischen Abnormität des 16-Jährigen beim Landesgericht einen Antrag auf Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt einbringen wird. (STOL hat über den Fall berichtet)

Wie die „Krone“ berichtete, soll der 16-Jährige der Psychologin von Gestalten, die ständig um ihn wären und die mit ihm sprechen würden, und von Stimmen erzählt haben, die ihm „spontan“ den Auftrag erteilt hätten, gewaltsam gegen die Siebenjährige vorzugehen („Sie befahlen mir: töte sie“). Zu seinem Motiv soll er laut „Krone“ erklärt haben: „Ich wollte herausfinden, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten.“

Der Fall hatte auch Südtirolbezug: Wie berichtet, saß der Vater der Kleinen zum Tatzeitpunkt im Bozner Gefängnis und kehrte einige Tage später von einem genehmigten Freigang nicht zurück.

apa/stol

https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im- ... zum-Taeter


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 12. August 2018, 23:55:43 
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wetterfrosch hat geschrieben:

Wie die „Krone“ berichtete, soll der 16-Jährige der Psychologin von Gestalten, die ständig um ihn wären und die mit ihm sprechen würden, und von Stimmen erzählt haben, die ihm „spontan“ den Auftrag erteilt hätten, gewaltsam gegen die Siebenjährige vorzugehen („Sie befahlen mir: töte sie“). Zu seinem Motiv soll er laut „Krone“ erklärt haben: „Ich wollte herausfinden, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten.“


Aha. Soll man sich so einen Eliteschüler vorstellen?


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 19. September 2018, 09:56:27 
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Gespräche mit „Wesen“
19.09.2018 06:00
Bluttat in Wien: Hadishats Mörder wollte sterben
Die fürchterliche Tat geschah am 11. Mai 2018: Robert K., ein 16-jähriger Gymnasiast, gesteht, in der Wohnung seiner Eltern in Wien-Döbling Nachbarsmädchen Hadishat (7) getötet zu haben. Nun verdichten sich die Hinweise, dass der Bursch geisteskrank sein könnte.

In Verhören behauptete Robert K., Stimmen hätten ihm den Auftrag zu dem Verbrechen gegeben. Bereits Monate davor hatte er Freunden von „Gesprächen mit Horror-Wesen“, die nur er sehen würde, berichtet.


Leidet an schweren Panikattacken
Nun soll der Bursch in der U-Haft völlig „durchgedreht“ sein. Überwachungsvideos aus seiner Zelle dokumentieren, dass er mit nicht existierenden „Personen“ kommunizierte, vermehrt litt er an schweren Panikattacken, zuletzt wollte er sogar Selbstmord begehen - sich erhängen.

Im Auftrag der Justiz wurde er mittlerweile von mehreren Psychiatern untersucht, er wird nun mit starken Medikamenten gegen Schizophrenie behandelt.


Ist Robert K. unzurechnungsfähig?
Sollte der 16-Jährige - wie die Seelenärzte vermuten - tatsächlich an dieser Geisteskrankheit leiden, könnte er für seine grauenhafte Tat an Hadishat nicht verantwortlich gemacht werden. Er würde als unzurechnungsfähig gelten und in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht.

Die Diagnose des für ihn zuständigen Gerichtspsychiaters - Peter Hoffmann - steht derzeit noch aus.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

https://www.krone.at/1773761


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 07. November 2018, 17:31:00 
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Siebenjährige im Gemeindebau getötet: Mordanklage fertig
Mord wird jenem 16-jährigen Schüler vorgeworfen, der seiner siebenjährigen Nachbarin die Kehle durchgeschnitten hat. Die Staatsanwaltschaft Wien beantragte nicht nur eine Bestrafung sondern auch eine Einweisung des 16-Jährigen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.
VON MANFRED SEEH
07.11.2018 um 14:15
Die Tat war am 11. Mai dieses Jahres im Dittes Hof, einem Wiener Gemeindebau in der Heiligenstädterstraße 11 - 25, verübt worden. Das Verbrechen hatte österreichweit für Entsetzen gesorgt.

Beim Angeklagten (noch ist die Anklage nicht rechtskräftig) handelt es sich um einen Burschen, der mit seiner Familie aus Tschetschenien nach Österreich geflüchtet ist. Damals war der nunmehrige Jugendliche erst drei Jahre alt.

Zum Opfer wurde ein erst sieben Jahre altes Mädchen - ein Mädchen, das der Täter gut kannte. Beide Familien hatten ständig miteinander zu tun, lebten im selben Gemeindebau.

Als - kaum nachvollziehbares - Motiv hatte der nunmehrige Angeklagte, der Schüler K., bei der Polizei "allgemeine Unzufriedenheit" angegeben. Und er hatte über das siebenjährige Mädchen gesagt: "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort."

Laut Anklage hatte der Bursch schon vor der Tat Mordfantasien. Zitat Anklage (Verfasserin: Staatsanwältin Monika Gansterer): "Er wog ab, welche Methode er bevorzugen würde. Dabei schwankte er zwischen erwürgen und erstechen. (...) Er verbalisierte seine Mordgedanken und führte das Messer, welches später zur Mordwaffe werden sollte, zwei Tage in die Schule mit." Die Tatwaffe: ein großes Küchenmesser. K. hatte das Kind in der Dusche getötet, um Blutspuren besser beseitigen zu können.

Angeklagter laut Gutachten jetzt noch gefährlicher
Nach der Tat war über eine Fehde unter tschetschenischen Familien spekuliert worden, da auch die Familie des Opfers aus der russischen Föderation stammt. Dies ließ sich aber nicht erhärten. Auch der Anwalt der Opferfamilie, Nikolaus Rast, hatte erklärt, dass es für diese These keine Anhaltspunkte gebe. Jedenfalls waren seitens der Polizei etwaige Racheakte befürchtet worden, sodass die Familie des Täters in eine andere Wohnung gebracht worden war.

Laut psychiatrischem Gutachten leidet der Angeklagte an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, ist aber durchaus zurechnungsfähig. In der Anklage heißt es: "In den Monaten nach der Ermordung (...) trat nunmehr eine komplizierende Psychose hinzu, die die Gefährlichkeit des Angeklagten zusätzlich dramatisch erhöht."



https://diepresse.com/home/panorama/552 ... g?from=rss


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 07. November 2018, 17:32:26 
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Ditteshof-Mord: „Es hätte jeden treffen können“
Im vergangenen Mai ist ein siebenjähriges Mädchen im Ditteshof in Döbling ermordet worden. Jetzt hat die Gratiszeitung „Heute“ Teile der Anklageschrift veröffentlicht. Der Prozess könnte demnach noch heuer beginnen.

Es sind erschreckende Details, die der Staatsanwalt in der Anklageschrift auflistet. Demnach beschäftigte sich der der Verdächtige seit Ende 2017 mit dem Thema Mord: „Er malte sich unterschiedliche Varianten aus, wie man einen Menschen töten könnte, schwankte zwischen Erwürgen und Erstechen. Als Tatwaffe kam aber nur ein Messer in Frage. Damit wollte er den Hals eines anderen Menschen durchtrennen, denn der Angeklagte wollte Blut sehen“.

Schon vor dem Verbrechen soll der 16-Jährige in Chats geschrieben haben: „Ich habe Mordgedanken, weil ich ein Killer bin.“ Jenes Messer, mit dem er das Mädchen getötet haben soll, brachte er zwei Mal in seine Schule mit. Auch eine Eisenstange war eine Woche lang in seinem Rucksack. Grund: „Ich hasse Menschen, es hätte jeden treffen können.“

Opfer mit Täter alleine in der Wohnung
Zum Tatzeitpunkt war der Verdächtige mit seinem Opfer alleine in der Wohnung der Eltern. Dabei formte sich bei dem Verdächtigen, „der Wille, seine Mordfantasiein in die Tat umzusetzen“. Daraufhin habe er sein Opfer zuerst derartig gewürgt, dass dieses „vor Schock erstarrt“ stehen blieb. Dann stach der Verdächtige laut Anklage zu.

„Hadishat schrie auf, woraufhin er das Messer tiefer in ihren Körper rammte. Der Schrei löste beim Angeklagten Stress aus. Er wollte, dass das Kind zu schreien aufhört.“ Um ihr den Kopf abzutrennen, führte er zudem „Sägebewegungen“ durch. Als sie sich nicht mehr rührte und der Festgenommene auf ihren toten Körper blickte, „fühlte er weder Reue noch Mitleid, seine Gedanken galten nur der Beseitigung der Leiche“.



Staatsanwaltschaft will auch Einweisung
Der 16-Jährige wies laut der Anklage zum Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung und eine Zwangsstörung auf. Seine Diskretions- und Dispositionsfähigkeit waren allerdings nicht aufgehoben, somit waren Zurechnungsfähigkeit und Schuldfähigkeit gegeben - mehr dazu in Hadishat-Täter für Psychiater „gefährlich“.

Neben der Verurteilung wegen Mordes spricht sich der Staatsanwalt auch für die Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher aus. Der Geschworenenprozess könnte laut „Heute“ noch heuer starten.

https://wien.orf.at/news/stories/2945965/


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Bei Helios hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: MissMill
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 12. November 2018, 16:06:29 
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Registriert: Donnerstag, 04. Januar 2018, 18:43:55
Beiträge: 1867
Siebenjährige getötet: Prozess am 19. Dezember
Der Prozess gegen jenen 16-jährigen Burschen, der im Ditteshof in Döbling ein siebenjähriges Mädchen erstochen haben soll, wird noch vor Weihnachten stattfinden. Der Angeklagte muss sich am 19. Dezember wegen Mordes verantworten.

Die Verhandlung findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt: Mit Metalldetektoren und Türsonden wird jeder, der den Gerichtssaal betritt, noch einmal extra kontrolliert, zusätzliche Polizisten wurden für den Prozesstag bereits angefordert.

Wenn der Jugendliche am 19. Dezember um 9.00 Uhr auf der Anklagebank Platz nimmt, will man beim Landesgericht nichts dem Zufall überlassen. Denn schon seit der Tat im Mai steht eine mögliche Blutrache von Angehörigen des Opfers im Raum.

Keine Zeugen geladen
Angesetzt ist der Prozess für nur einen Tag. Mehrere Sachverständige sollen zu Wort kommen, darunter ein Psychiater, der über die Persönlichkeitsstörung des Burschen sprechen wird. Zeugen sind laut einer Gerichtssprecherin derzeit keine geladen. Unklar ist auch, ob die Eltern des Angeklagten erscheinen. Fest steht jedenfalls, dass für den gesamten Prozess ein Film- und Fotoverbot verhängt wird.

Angeklagter für Psychiater „gefährlich“
Zum Tatzeitpunkt war der Verdächtige mit seinem Opfer alleine in der Wohnung der Eltern in dem Gemeindebau. Dabei formte sich bei dem Verdächtigen, „der Wille, seine Mordfantasien in die Tat umzusetzen“. Daraufhin habe er sein Opfer zuerst derartig gewürgt, dass dieses „vor Schock erstarrt“ stehen geblieben sei. Dann stach der Verdächtige laut Anklage zu - mehr dazu in Ditteshof-Mord: „Es hätte jeden treffen können“.

Der 16-Jährige wies laut der Anklage zum Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung und eine Zwangsstörung auf. Laut Gerichtspsychiater war die Zurechnungsfähigkeit und damit Schuldfähigkeit des Burschen gegeben - mehr dazu in Hadishat-Täter für Psychiater „gefährlich“.

https://wien.orf.at/news/stories/2946876/


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 13. November 2018, 13:12:30 
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Hadishat-Mord: Prozess gegen Robert K. noch vor Weihnachten

Noch heuer soll der Mord-Prozess gegen den 16-Jährigen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

Robert K. war laut Gutachten zurechnungsfähig, als er die siebenjährige Hadishat in der Wohnung seiner Eltern in Wien getötet haben soll (Es gilt die Unschuldsvermutung). Ihm drohen 15 Jahre Haft sowie die (möglicherweise tatsächlich lebenslange) Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Mittlerweile steht auch der Prozesstermin fest. Die Verhandlung gegen Robert K. soll am 19. Dezember um 9 Uhr am Wiener Landesgericht starten, berichtet der "ORF Wien".
Riesige Sicherheitsvorkehrungen

Die Sicherheitsvorkehrungen sind aus Angst vor Blutrache streng. Metalldetektoren und Türsonden werden zum Einsatz kommen. Alle, die den Gerichtssaal betreten streng kontrolliert. Zudem wurden auch schon zusätzliche Polizisten angefordert. Verschiedene Sachverständige, darunter auch ein Psychiater, sollen dann vor Gericht aussagen. Zeugen wurden bisher noch keine geladen. Nach einem Tag soll dann alles fertig sein.


Hadishat Familie Anwalt Rast © TZOe Artner
Die Mutter und der Bruder des Opfers mit ihrem Anwalt Niki Rast.
Neue Horror-Details

Indes kamen weitere Details der schrecklichen Bluttat ans Licht. Als der Leichnam von Hadishat ihrer Familie für die Bestattung übergeben wurde, fielen der Familie Verletzungen auf, von denen sie anfangs noch gar nichts wussten.

„Der Kopf war über dem rechten Auge gebrochen. Wir haben auch festgestellt, dass ihre Hüfte und ein Knie gebrochen wurden. Wir haben dann erfahren, dass wegen des vielen Bluts der Täter versucht hat, sie in die Waschmaschine zu stecken, um sie zu waschen“, ist Hadishats Cousine Kheda entsetzt.

„Hadishats Vater Ibragim und ihrem Großvater Tutri geht es jeden Tag schlechter. Ihre Mutter ist am Ende. „Meine Mutter hat Angst, in den Container zu schauen, wenn sie den Müll wegwerfen geht. 15 Jahre für dieses furchtbare Verbrechen sind einfach zu wenig“, sagt die Cousine.

https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Hadishat-Mord-Prozess-gegen-Robert-K-noch-vor-Weihnachten/355719055

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