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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 16. Mai 2017, 16:03:15 
 
STIEFVATER VERGEWALTIGTE SIE: 10-JÄHRIGE MUSS VOR GERICHT UM ABTREIBUNG BITTEN

Rohtak/Indien - Einfach grausam! Ein Mann soll seine 10-jährige Stieftochter immer wieder vergewaltigt haben - jetzt ist das Mädchen schwanger.

Laut dem Mirror soll die Mutter schließlich herausgefunden haben, dass ihre Tochter ein Kind erwartet. Sie brachte sie sofort zum Arzt. Das Mädchen gestand ihr daraufhin, dass der Stiefvater sich etliche Male an ihr verging, während sie auf der Arbeit war.

Doch das ist längst nicht alles! Das kleine Mädchen befand sich am Anfang des fünften Monats. In Indien sind Abtreibungen aber nur bis zum Ende der 20. Woche erlaubt - und nur dann, wenn zwei verschiedene Ärzte bestätigen, dass das Leben der Mutter bei der Geburt in Gefahr wäre. Nach der 20. Woche muss ein Gericht darüber entscheiden, ob die Schwangerschaft abgebrochen werden darf.

Dieses Gesetz wurde eingeführt, um eine sex-selektive Abtreibung zu verhindern. Vorher wurden in Indien häufig Schwangerschaften abgebrochen, weil die Frauen ein Mädchen erwarteten, sich aber einen Jungen wünschten.

Für die 10-Jährige heißt es jetzt hoffen, dass das Gericht ihrer Bitte stattgibt und sie das Kind ihres Vergewaltigers abtreiben darf. Der Mann wurde daraufhin festgenommen und sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

https://www.tag24.de/nachrichten/kind-m ... ien-253654


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 17. Mai 2017, 11:08:32 
 
Von Stiefvater vergewaltigt: Mädchen darf doch abtreiben
In Indien wurde ein zehnjähriges Mädchen mehrfach von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Dass das Kind dabei schwanger geworden ist, wurde jedoch erst fünf Monate später festgestellt - nach dem indischen Recht zu spät für eine Abtreibung. Ein Gericht erteilte nun aber eine Sondergenehmigung.

Ein zehnjähriges Mädchen, das von ihrem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert wurde, darf das ungeborene Kind abtreiben. Das entschied nun ein Gericht im indischen Bundesstaat Haryana. Ein Team von zehn Ärzten wird sich des Mädchens annehmen. "Der Eingriff kann jederzeit vorgenommen werden", sagte Dr. Ashok Chauhan der BBC.

Die Zehnjährige wurde vor etwa fünf Monaten schwanger, nachdem sie mehrmals von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Der junge Mann hatte die Abwesenheit seiner Frau genutzt, um sich an ihrer Tochter zu vergehen. "Wir haben das Mädchen in einem miserablen Zustand vorgefunden", berichtete Polizeiinspektor Garima gegenüber der "New York Times". "Sie ist traumatisiert und kann nicht richtig sprechen", erzählte der Gerichtsmediziner Dr. Dhattarwal, der die Kleine zusammen mit anderen Medizinern untersucht hatte.

Doch das indische Recht verbietet Schwangerschaftsabbrüche nach der 20. Woche. Erlaubt ist eine Abtreibung dann nur noch bei Gefahr für das Leben der Schwangeren. Diese bestand laut einem medizinischen Gutachten jedoch angeblich nicht. Ein Gericht musste daher entscheiden, ob in diesem Fall eine Sondergenehmigung für eine Abtreibung erteilt wird.

In Indien werden tausende Kinder missbraucht

Zuletzt hatten in Indien mehrere Frauen, darunter auch Opfer von Vergewaltigungen und Menschenhandel, eine richterliche Erlaubnis für eine Spätabtreibung beantragt. 2015 hatte das Oberste Gericht einem 14-jährigen Mädchen, das durch eine Vergewaltigung schwanger geworden war, eine Spätabtreibung erlaubt. Frauenrechtsgruppen fordern inzwischen, Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche zu erlauben, da Vergewaltigungsopfer eine Schwangerschaft oft lange geheimhalten.

In Indien wird die größte Zahl von sexuellen Kindesmissbrauchsfällen weltweit verzeichnet. Studien zeigen, dass die Peiniger oft aus dem Bekanntenkreis der Kinder stammen: Eltern, Verwandte und Lehrer werden zu Tätern. 2015 wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 10.000 Kinder missbraucht. Die Dunkelziffer ist jedoch bei weitem höher.

http://www.stern.de/panorama/stern-crim ... e=standard


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 19. Mai 2017, 07:47:58 
 
SIEBEN MÄNNER VERGEWALTIGEN FRAU UND WERFEN SIE DEN HUNDEN VOR

Indien – Mit entsetzlicher Grausamkeit entführten mehrere Männer eine junge Frau in der Nähe von Dehli, vergewaltigten sie brutal und um Spuren zu verwischen, entstellten sie sie und warfen sie regelrecht in die Gosse.

"Meine Tochter hatte immer Angst davor, vergewaltigt zu werden. Wenn ich das Haus verließ, bat sie mich immer die Tür zu schließen", erinnert sich die Mutter (40) in der Daily Mail. Doch jetzt wurde die Befürchtung der jungen Frau (20) brutale Realität.

Auf dem Heimweg von Arbeit wurde sie in ein Auto gezerrt und entführt. Ihre Peiniger setzten sie unter Drogen, dann fiel einer nach dem anderen über die Frau her. Die Polizei geht davon aus, dass bis zu sieben Männer an der Tat beteiligt waren.

Sie schnitten mit Messern oder Scherben in die Haut ihres Opfers und fügten ihr innere Verletzungen zu. Um sie schwerer identifizierbar zu machen zertrümmerten sie ihr den Schädel und fuhren mehrfach mit dem Auto über ihren Körper.

Schließlich warfen sie die Frau auf eine Brache in einem Industriegebiet. Als zwei Tage später ihre Leiche gefunden wurde, hatten Hunde bereits angefangen, sie zu fressen.

Ihr Vater konnte sie nur anhand ihrer Kleidung identifizieren. Jetzt hofft die Familie auf Gerechtigkeit. Die Mutter kündigte an, sie werde sich das Leben nehmen, wenn die Täter, die ihrer Tochter das angetan haben, nicht angemessen bestraft werden.

Ein ehemaliger Verehrer (25) der Frau wurde von der Polizei verhaftet. Er sei in sie verliebt gewesen und hätte sie heiraten wollen, wurde aber abgewiesen. Das soll er nicht akzeptiert haben und einen regelrechten Hass aufgebaut haben, behauptet der Vater des Opfers im Indian Express. Nach der Zurückweisung hatten er und sechs weitere Männer ihr Elternhaus gestürmt und sie bedroht.

"Ich habe sie geliebt, sie hat mich auch geliebt. Aber es gab eine Auseinandersetzung zwischen uns, da habe ich sie mit einem Ziegelstein getötet", gestand er bei der Polizei.

Außerdem nahm die Polizei noch einen Arbeitskollegen des Opfers fest. In seinem Auto soll die junge Frau verschleppt worden sein. Die beiden Männer gelten als die Haupttäter. Die Suche nach den übrigen Tatbeteiligten läuft auf Hochtouren.

Immer wieder erschüttern schreckliche Vergewaltigungsfälle Indien, obwohl es für dieses Verbrechen inzwischen drakonische Strafen gibt. Erst vor wenigen Tagen bestätigte das oberste Gericht in Indien die Todesstrafe für Vergewaltiger.

https://www.tag24.de/nachrichten/sieben ... ung-255167


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 06. Juni 2017, 11:20:08 
 
Mord und Vergewaltigung in Indien
Baby aus fahrender Auto-Rikscha geworfen
Von red/dpa 06. Juni 2017 - 11:07 Uhr

Drei Männer sollen in Indien eine junge Frau in einer Auto-Rikscha vergewaltigt haben. Ihr neun Monate altes Baby warfen sie aus dem Fahrzeug. Das kleine Mädchen starb an seinen Kopfverletzungen.

Gurgaon - Eine junge Frau ist in Indien vergewaltigt und ihre neun Monate alte Tochter getötet worden. Die örtliche Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Der genaue Hergang wird aber noch ermittelt. Der Frau zufolge hätten drei Männer sie in einer fahrenden Auto-Rikscha in der Stadt Gurgaon missbraucht und das Baby aus dem Fahrzeug geworfen, hieß es in den Berichten, die der Polizeichef des Vorortes der Hauptstadt Neu Delhi, Sandeep Khirwar, am Dienstag auf Nachfrage bestätigte. Das kleine Mädchen sei an Kopfverletzungen gestorben. Eine medizinische Untersuchung habe ergeben, dass die Mutter, deren Alter Khirwar mit Anfang 20 angab, vergewaltigt worden sei.

Die Täter waren den Angaben zufolge auf freiem Fuß, nach ihnen werde mit Hochdruck gesucht. Der Vorfall war bereits am 29. Mai passiert, die Frau hatte aber zunächst nur den Mord an dem Kind und erst später die Vergewaltigung gemeldet.

Sexueller Missbrauch und Gruppenvergewaltigungen sind in Indien keine Seltenheit. Besonders große Bestürzung löste der Fall einer Studentin aus, die im Dezember 2012 in einem Bus in Neu Delhi von sechs Männern vergewaltigt wurde und später an ihren Verletzungen starb. Es gab daraufhin nie da gewesene Proteste, und wenige Monate später wurden die Gesetze verschärft sowie zusätzliche Gerichte für Vergewaltigungsfälle geschaffen.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... cccdf.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 07. Juni 2017, 18:41:10 
 
Indien: Festnahme nach Mord an Baby und Vergewaltigung von Mutter
Epoch Times7. June 2017 Aktualisiert: 7. Juni 2017 17:51

Ein brutales Verbrechen erschütterte in Mai Indien: Drei Männer töteten ein Baby und vergewaltigten seine Mutter. Nun nahm die Polizei einen Verdächtigen fest.



Die indische Polizei nahm am Mittwoch einen Verdächtigen fest, der mit zwei Komplizen Ende Mai ein brutales Verbrechen begangen haben soll: Den Mord an einem Baby und der Vergewaltigung seiner Mutter.

Zwei weitere Verdächtige würden noch gesucht, sagte der hochrangige Polizeibeamte Sandeep Khirwar am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Am Vorabend hatte die Polizei Fahndungsbilder von den drei mutmaßlichen Tätern veröffentlicht.

Nach Angaben der Frau hatten die drei Männer ihr neun Monate altes Baby aus einer fahrenden Auto-Rikscha geworfen und die Mutter stundenlang missbraucht. Der Säugling erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Der Vorfall ereignete sich in Gurgaon in der Nähe von Neu Delhi.

In Indien sind sexuelle Übergriffe auf Frauen und Mädchen weit verbreitet. Jedes Jahr werden fast 40.000 Fälle angezeigt. Experten vermuten aber, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt, da viele Opfer aus Angst vor sozialer Ächtung lieber schweigen. (afp)

http://www.epochtimes.de/politik/welt/i ... 37215.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 17. Juni 2017, 09:31:40 
 
Vergewaltigungsopfer klagt Fahrdienst-Vermittler Uber

Manager sollen sich nach der Vergewaltigung durch einen Uber-Fahrer in Neu-Delhi illegal medizinische Unterlagen besorgt haben.

Uber Gebäude
Die Uber-Krise spitzt sich zu. – APA/AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SULL
0 Kommentare 16.06.2017 um 12:37

Eine von einem Uber-Fahrer in Neu-Delhi 2014 vergewaltigte Frau zieht erneut gegen den Fahrdienst-Vermittler vor Gericht. Die Klage in Kalifornien folgt auf die Enthüllung, dass Manager von Uber sich illegal die Unterlagen zu ihrer medizinischen Untersuchung nach der Vergewaltigung beschafft haben. Damit sollen die Manager der Theorie nachgegangen sein, dass der lokale Rivale Ola den Skandal um die Tat angeheizt haben könnt. Nach der Vergewaltigung war der Betrieb von Fahrdiensten in Indien zeitweise ausgesetzt worden.

Die Vorgehensweise des Uber-Managements im dem Fall war vor kurzem im Zuge der Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung bei dem Fahrdienst-Vermittler in die Schlagzeilen gekommen. Der für Asien zuständigen Manager Eric Alexander, der die medizinischen Unterlagen besorgt haben soll, und sein Vorgesetzter Emil Michael arbeiten seit kurzem nicht mehr bei Uber. Das Opfer klagte neben Uber auch die beiden sowie Firmenchef Travis Kalanick persönlich. Laut Medienberichten sollen die Manager in Gesprächen auch angezweifelt haben, ob die Frau überhaupt vergewaltigt worden sei.

Erste Klage mit Vergleich beigelegt
Der Vergewaltiger war 2015 in Indien verurteilt worden. Eine erste Klage der Frau gegen Uber wegen des Übergriffs wurde mit einem Vergleich beigelegt, nach Bloomberg-Informationen mit einer Zahlung von drei Millionen Dollar. Uber hatte diese Woche Schritte für eine bessere Unternehmensführung und mehr Transparenz angekündigt, Kalanick nahm eine unbefristete Auszeit. Er solle einen Teil seiner Vollmachten an andere Manager abgeben.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/ec ... r?from=rss


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 28. Juni 2017, 18:35:18 
 
Protest gegen Vergewaltigungen - Indischer Künstler fotografiert Frauen mit Kuhmaske
28.06.2017 • 13:43 Uhr

Erst vor kurzem vergewaltigten mehrere Personen in Indien eine junge Frau, die mit ihrem Baby zu ihren Eltern fahren wollte. Sie töteten auch ihre neun Monate alte Tochter.

Ein Fotoprojekt in Indien zeigt Frauen mit Kuhmasken. Und stellt die unangenehme Frage, ob Frauen in Indien weniger Wert sind als Rindviecher. Das Projekt ist ein viraler Erfolg, doch der Fotograf zog sich auch den geballten Zorn hinduistischer Gruppen zu.
von Timo Kirez

Ich bin verstört auf Grund der Tatsache, dass Kühe in meinem Land wichtiger sind als eine Frau, und dass es viel länger dauert, bis eine Frau, die vergewaltigt oder angegriffen wurde, Gerechtigkeit bekommt, als eine Kuh, die viele Hindus als ein heiliges Tier betrachten",

sagte der in Delhi ansässige Fotograf Sujatro Ghosh gegenüber der BBC. Indien ist immer wieder in den Schlagzeilen wegen Gewaltverbrechen gegen Frauen. Nach einer Regierungsstatistik wird in Indien alle 15 Minuten eine Vergewaltigung gemeldet.

Diese Fälle bleiben jahrelang vor Gericht, bevor die Schuldigen bestraft werden, während, wenn eine Kuh geschlachtet wurde, Hindu-Extremisten sofort den dafür Verantwortlichen zusammenschlagen oder töten.


Das Projekt, sagt Ghosh, sei "seine Art, zu protestieren". Vor allem gegen den wachsenden Einfluss von so genannten Kuhschutzgruppen, die sich in Selbstjustiz üben und offenbar noch stärker geworden sind, seit die hinduistisch-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) unter der Leitung von Premierminister Narendra Modi im Sommer 2014 an die Macht kam.

Ich war besorgt über die Selbstjustiz in Dadri [als ein Hindu-Mob einen muslimischen tötete, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, wonach dieser Rindfleisch verzehre und aufbewahre; RT] und andere ähnliche religiöse Angriffe auf Muslime durch Kuh-Selbstjustizgruppen",

so Ghosh. Die BJP besteht darauf, dass Kühe heilig sind und geschützt werden sollten. Kuh-Schlachtungen sind deshalb jetzt schon in mehreren Landesteilen Indiens verboten. Strenge Strafen drohen Zuwiderhandelnden und das Parlament erwägt sogar einen Gesetzentwurf, um die Todesstrafe für das Vergehen verhängen zu können.

Mehr lesen:Vergewaltigung in Indien - Mutter missbraucht und Baby getötet

Für Hindus heilig, für andere Inder Grundnahrungsmittel

Doch Rindfleisch ist gleichzeitig auch ein Grundnahrungsmittel für Muslime, Christen und Millionen von niederkastigen Dalits (ehemals Unberührbare), welche die Gewalt der sogenannten Kuh-Gruppen zu spüren bekommen.


Fast ein Dutzend Menschen sind in den vergangenen zwei Jahren "im Namen der Kuh" getötet worden. Verdächtige geraten oft auf Grundlage nicht substanziierter Gerüchte ins Visier der militanten Kuh-Lobby. Muslime wurden auch schon angegriffen, nur weil sie Milchkühe transportierten. Ghosh, der aus der östlichen Stadt Kolkata (ehemals Kalkutta) stammt, sagt, er sei sich dieser "gefährlichen Mischung aus Religion und Politik" erst nach seinem Umzug nach Delhi bewusst geworden. Für ihn bedeutet sein Projekt "eine stille Form des Protestes, die, wie ich denke, eine Wirkung haben kann".

Während eines Besuchs in New York kaufte Ghosh die Kuhmaske in einem Party-Shop und begann nach seiner Rückkehr, die Fotos zu schießen. Er fotografiert Frauen vor touristischen Attraktionen, Regierungsgebäuden, auf den Straßen oder bei ihnen zu Hause. Manchmal auch auf einem Boot oder in einem Zug. "Frauen sind überall gefährdet", so der Fotograf gegenüber der BBC. Und er ergänzt:

Ich fotografierte Frauen aus allen Teilen der Gesellschaft. Ich habe das Projekt in Delhi gestartet, da es die Hauptstadt und die Drehscheibe von allem ist - Politik, Religion, auch die meisten Debatten beginnen hier.

Und weiter:

Ich habe das erste Foto vor dem ikonischen India Gate, einem der meistbesuchten touristischen Orte in Indien, aufgenommen. Dann fotografierte ich ein Model vor dem Präsidentenpalast, ein weiteres auf einem Boot auf dem Hooghly River in Kolkata mit der Howrah-Brücke als Kulisse.


Drohungen und Feindseligkeiten in sozialen Medien

Seine Modelle waren bis jetzt Freunde und Bekannte, denn: "Es ist so ein sensibles Thema, es wäre schwierig gewesen, sich an Fremde zu wenden", so Ghosh. Vor zwei Wochen, als er das Projekt auf Instagram startete, waren die Reaktionen "alle positiv". Doch nachdem die indische Presse das Projekt entdeckt und die Geschichte sich auf Facebook und Twitter weiter verbreitet hatte, änderte sich alles.

Einige schrieben Kommentare und bedrohten mich, auf Twitter begannen die Leute, mich zu trollen, einige sagten, ich würde zusammen mit meinen Modellen zu Delhis Jama Masjid [Moschee] gebracht und dort geschlachtet werden, und dass unser Fleisch an eine Frauenjournalistin und eine Schriftstellerin verfüttert werden sollte, welche die Nationalisten verachten; sie sagten, sie wollten sehen, wie meine Mutter über meiner Leiche weint.

Manche Leute haben sich auch mit der Polizei von Delhi in Verbindung gesetzt.

Ich wurde beschuldigt, Unruhen anzuzetteln und sie baten [die Polizei], mich zu verhaften.

Ghosh ist von der Heftigkeit der Reaktionen nicht überrascht. Er gibt zu, dass seine Arbeit ein "indirekter Kommentar" auf die Politik der BJP ist.

Ich mache eine politische Aussage, weil es ein politisches Thema ist, aber wenn wir tiefer in die Dinge gehen, dann sehen wir, dass die hinduistische Vorherrschaft immer da war, aber erst mit dieser Regierung ist sie in den letzten zwei Jahren so offensichtlich geworden.

Mehr lesen: RT-Exklusiv-Interview mit dem indischen Premierminister - "Wir wollen ein Land ohne Bargeld"


Die Drohungen haben ihn jedoch nicht verschreckt.

Ich habe keine Angst, weil ich für die gute Seite arbeite",

sagte Ghosh gegenüber der BBC. Ein positiver Nebeneffekt des Projekts sei, dass er viele Nachrichten von Frauen aus der ganzen Welt bekommen habe, die auch Teil dieser Kampagne sein wollen. Die Kuh, so Ghosh, werde weiterreisen.

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/531 ... t-frauen-/


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 28. Juli 2017, 18:25:32 
 
ZEHNJÄHRIGE NACH MISSBRAUCH SCHWANGER: SIE DARF NICHT ABTREIBEN!

Neu Delhi - Schreckliche Tragödie: Indiens Oberster Gerichtshof hat einem zehnjährigen Vergewaltigungsopfer eine Abtreibung untersagt, weil das Mädchen bereits im achten Monat schwanger ist.

Ärzte hätten von einer Abtreibung abgeraten, da die Schwangerschaft mit 32 Wochen bereits zu weit fortgeschritten sei, begründete das Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi am Freitag seine Entscheidung.

Das teilte der Klägeranwalt Alakh Alok Srivastava mit. Das Gericht habe angeordnet, dass das Mädchen die bestmögliche medizinische Versorgung bekomme.

Die Schwangerschaft war erst nach 26 Wochen festgestellt worden, als die Eltern des Mädchens ihre Tochter wegen Magenschmerzen in ein Krankenhaus brachten.

Seitdem versuchte die Familie, eine Ausnahmegenehmigung für einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.

Das indische Gesetz erlaubt Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist.

Das Mädchen aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab war nach eigenen Angaben über sieben Monate mehrmals von seinem Onkel vergewaltigt worden. Dieser ist verhaftet worden.

Nach den jüngsten offiziellen Zahlen wurden im Jahr 2015 in Indien mehr als 10.000 Vergewaltigungsfälle registriert, bei denen die Opfer weniger als 18 Jahre alt waren. Aktivisten vermuten zudem eine hohe Dunkelziffer.

https://www.tag24.de/nachrichten/indien ... ben-300887


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 05. August 2017, 06:15:08 
 
Bei einer Airline sollen Frauen nicht mehr auf dem mittleren Platz sitzen - aus einem traurigen Grund
HuffPostStaff / mtr
Veröffentlicht: 04/08/2017 16:58 CEST Aktualisiert: 04/08/2017 17:04 CEST AIRPLANE

Frauen werden oft zum Opfer von Belästigungen
Deshalb sollen sie in indischen Flugzeugen nicht mehr auf dem mittleren Platz sitzen
Indien ist für Frauen eines der gefährlichsten Länder der Welt
Vor allem für alleinreisende Frauen ist Indien gefährlich. Nicht selten kommt es zu Übergriffen.

Vor allem die Vergewaltigung und der Mord an einer Medizinstudentin von einer Gruppe von Männern in einem öffentlich Bus 2012, ist vielen noch mit Schrecken im Gedächtnis geblieben. Dennoch ist es ein sehr beliebtes Reiseland.

Mit den Folgen von sexuellen Übergriffen haben Frauen ihr Leben lang zu kämpfen. Deshalb hat die indische Fluggesellschaft Vistara nun reagiert und bietet einen Service für alleinreisende Frauen an, wie der amerikanische Fernsehsender “Bloomberg” berichtet.

Service für Frauen soll das Reisen sicherer machen

Seit März 2017 hält die Fluggesellschaft alleinreisenden Frauen Plätze am Gang und am Fenster frei, auch wenn sie dies im Vorfeld nicht explizit gebucht haben. Die Crew achtet dann darauf, dass sich Frauen wenn möglich nicht auf den mittleren Platz setzen. Denn der mittlere, ohnehin beengte Platz, ist oftmals nicht sicher für Frauen.

In der Vergangenheit war es bei der Fluglinie vermehrt zu Vorfällen von sexueller Belästigung gekommen - besonders auf den Mittelsitzen. Viele Alleinreisende hatten nach ihren Flügen Hilfegesuche an die Fluggesellschaft gesendet. Mit dem Service müssen die Frauen auf der Reise nicht zwischen zwei fremden Männern sitzen.

Vistara bietet den Frauen auch an, sie am Flughafen abzuholen, sie zu ihrem Zielort zu begleiten und sich um ihr Gepäck zu kümmern.

Leider suggeriert dies auch, dass die Frauen sich nicht alleine verteidigen können.

Etwa 75 bis 100 Frauen pro Tag nutzen den Service

Dafür hat die Fluglinie ihre Mitarbeiter extra geschult. “Dieser Service ist eine ernsthafte Bemühung, zu gewährleisten, dass die Kundinnen ruhigen Gewissens und mit einem sicheren Gefühl reisen können”, sagte Sanjiv Kapoor, der Chefstratege der Airline, “Bloomberg”.

➨ Auch interessant: Trick fürs Reisen: So bleibt der Flugzeugsitz neben euch frei

Die Fluglinie will ihren Betrieb auch international ausbauen und den Service für die Kundinnen beibehalten. Vistara ist bisher die erste Fluggesellschaft, die einen solchen Service anbietet.

Aber die Fluglinie ist nicht das erste öffentliche Beförderungsunternehmen, das versucht Frauen durch Sicherheitsmaßnahmen zu schützen. In Neu-Delhi bietet beispielsweise die U-Bahn einen Wagen nur für Frauen an. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden aber auch von einigen kritisiert, da sie laut Kritikern den Anschein erweckten, dass Frauen nur geschützt werden können, wenn sie separiert werden.

Services wie dieser sind leider nötige Maßnahmen

Leider scheinen diese Maßnahmen in Indien aber tatsächlich nötig zu sein. Laut der Reisewebseite “International Women’s Travel Center” steht Indien auf der Liste mit den zehn gefährlichsten Ländern für alleinreisende Frauen. Ebenso wie die Türkei, Ägypten, Venezuela, Saudi Arabien und Russland.

Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen für Frauen nach Indien. “Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte über sexuelle Übergriffe vor allem auch für alleinreisende Frauen”, schreibt es auf seiner Webseite. Auch das indische Tourismusministerium empfiehlt Frauen zum Beispiel, keine Röcke zu tragen.

➨ Das könnte euch auch interessieren: "Türkei-Reisen finden wie gebucht statt": Veranstalter zeigen sich unbeeindruckt von verschärften Reisehinweisen

Traurig, dass es Schutzmaßnahmen wie diese oder die der Fluglinie für alleinreisende Frauen braucht, damit Frauen in einem Land sicher sind.

http://www.huffingtonpost.de/2017/08/04 ... ir=Germany


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 17. August 2017, 17:18:12 
 
Vergewaltigte Zehnjährige in Indien brachte Kind zur Welt
NEU-DELHI. Eine nach einer Vergewaltigung schwanger gewordene Zehnjährige hat in Indien ihr Baby bekommen.

Mutter und Kind gehe es nach dem Kaiserschnitt den Umständen entsprechend, teilten die Ärzte im Krankenhaus der nordindischen Stadt Chandigarh am Donnerstag mit. Der Oberste Gerichtshof Indiens hatte Ende Juli eine Abtreibung untersagt, weil das Mädchen damals schon im achten Monat schwanger war.

Das Gericht ordnete zugleich an, dass die Zehnjährige die bestmögliche medizinische Versorgung bekomme. Daraufhin wurde ein Komitee ins Leben gerufen, das sich um das Vergewaltigungsopfer kümmert. Dessen Präsident Dasari Harish gab bekannt, dass die Geburt am Morgen per Kaiserschnitt erfolgt sei. "Das Baby wurde auf die Intensivstation für Neugeborene gebracht und wird in der Lage sein, sich zu erholen", sagte er.

Das Mädchen aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab war nach eigenen Angaben über sieben Monate mehrmals von seinem Onkel vergewaltigt worden. Die Schwangerschaft war erst nach 26 Wochen festgestellt worden, als die Eltern ihre Tochter wegen Magenschmerzen in ein Krankenhaus brachten. Seitdem versuchte die Familie, eine Ausnahmegenehmigung für einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen. Das indische Gesetz erlaubt Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist.

Der Verwandte der Zehnjährigen war verhaftet worden. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen wurden im Jahr 2015 in Indien mehr als 10.000 Vergewaltigungsfälle registriert, bei denen die Opfer jünger als 18 Jahre waren. Aktivisten vermuten zudem eine hohe Dunkelziffer.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/w ... 69#ref=rss


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 25. August 2017, 18:33:50 
 
Mindestens zwölf Tote Guru wegen Vergewaltigung verurteilt – Aufruhr unter Anhängern
25.08.17, 15:52 Uhr

Panchkula -
Bei Ausschreitungen nach der Verurteilung eines Gurus in Indien wegen Vergewaltigung sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Rund 90 weitere wurden verletzt, wie ein Sprecher des zuständigen Krankenhauses auf Nachfrage mitteilte. Mehr als 100.000 Verehrer des Star-Spirituellen Gurmeet Ram Rahim Singh waren zur Urteilsverkündung am Freitag in die nordindische Stadt Panchkula gekommen. Nachdem dieser der Vergewaltigung zweier Anhängerinnen im Jahr 2002 schuldig gesprochen wurde, kam es zu Krawallen.

Videobilder zeigten chaotische Szenen: Randalierer warfen Steine, legten Feuer und zerstörten Übertragungswagen von Fernsehsendern. Polizisten antworteten mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken. Medienberichten zufolge schossen sie auch auf die Randalierer. Die Armee setzte nach eigenen Angaben 600 Soldaten ein. Am Rande der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Neu Delhi zündeten Anhänger von Ram Rahim Berichten zufolge leere Busse und Zugwaggons an.

Guru auch wegen Mordes angeklagt

Wegen der erwarteten Ausschreitungen waren Panchkula und die Nachbarstadt Chandigarh seit Donnerstag lahmgelegt: Schulen und Büros blieben geschlossen, Busse und Züge standen still. Der mobile Internetzugang wurde unterbrochen. Drei Cricket-Stadien waren als Übergangsgefängnisse für festgenommene Krawallmacher vorgesehen. Nach Ausbruch der Gewalt verkündeten die Behörden eine Ausgangssperre in Panchkula.

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Der 50-jährige Ram Rahim ist ein selbsternannter Heiliger und Anführer der spirituellen Organisation „Dera Sacha Sauda“ (etwa: Sekte des wahren Geschäfts), die auch politischen Einfluss hat. Die Gruppe, die zu keiner größeren Religion gehört, hat nach eigenen Angaben 60 Millionen Mitglieder. Ihnen predigt Ram Rahim unter anderem Meditation; er organisiert zudem soziale Projekte und Umweltaktionen. Er zeigt sich häufig auf einem Motorrad und trägt gern funkelnden Schmuck. Er ist auch Popsänger und hat Action-Filme mit sich selbst in der Hauptrolle als „Bote Gottes“ gedreht.

Das Strafmaß gegen den Guru soll am Montag verkündet werden. Er wurde per Hubschrauber aus Panchkula ausgeflogen. In einem anderen Verfahren ist er wegen Mordes an einem Journalisten angeklagt. Ram Rahim wird außerdem vorgeworfen, Hunderte seiner Anhänger zur Kastration gezwungen zu haben. (dpa)

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28225484 ©2017


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 26. August 2017, 18:35:51 
 
Indische Kung-Fu Nonnen schlagen zu gegen sexuelle Übergriffe
26.08.2017 • 15:48 Uhr
https://de.rt.com/17gv

Buddhistische Nonnen trainieren in der Himalaja-Region Mädchen in der Selbstverteidigung gegen sexuelle Übergriffe durch Kung-Fu. Jede Stunde finden in Indien mindestens vier Vergewaltigungen statt. Die Opfer, die sich trauen den Missbrauch anzuzeigen, müssen Rache und Stigmatisierung fürchten.
Vergewaltigung ist das viert häufigste Delikt gegen Frauen in Indien. Am schlimmsten gestaltet sich die Situation in Neu Delhi. Seit dem Jahr 2012 finden immer wieder Proteste der Bevölkerung gegen die sexuelle Gewalt gegen Frauen statt, angefacht von Medienberichten, in denen einzelne schwere Fälle publik werden. Im Jahr 2012 wurde der Fall einer Studentin öffentlich, die in einem Bus so schwehr missbraucht wurde, dass sie ihren Verletzungen 13 Tage später erlag.
Massendemonstrationen folgten und sechs Männer wurden in dem Fall verhaftet. Der Fall führte zu einer öffentlichen Debatte. Die Medien tauften sie Nirbhaya, übersetzt: die Furchtlose. Nach ihr wurde ein Jahr später ein Programm der indischen Regierung benannt, welches die Sicherheit von Frauen im Land verbessern sollte.

In der Himalaya-Region Ladakh trainieren indische Drukpa-Nonnen nun Mädchen gegen sexuelle Übergriffe. Sie sollen Kung-Fu zur Eigenwehr erlernen. Die Nonnen legen auf ihrer Mission Tausende von Kilometern durch die Himalaya-Region zurück, um über Menschenhandel und sexuelle Gewalt aufzuklären.

Erst vor kurzem vergewaltigten mehrere Personen in Indien eine junge Frau, die mit ihrem Baby zu ihren Eltern fahren wollte. Sie töteten auch ihre neun Monate alte Tochter.
Mehr lesen:Protest gegen Vergewaltigungen - Indischer Künstler fotografiert Frauen mit Kuhmaske
Vergewaltigung in der Ehe gilt auch nach der Anpassung des Gesetzes im Jahr 2013 nicht als Straftat. Hier wurde das Gesetz dahingehend abgeändert, dass eine Person unter 18 Jahren als Minderjährig gilt. Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungsfälle stiegen nach dem Fall Nirbhaya dramatisch an. In Neu Delhi tauchte ein Bericht auf auf, wonach mehr als die Hälfte der zwischen 2013 bis 2014 angezeigten Fälle falsch sein sollen. Männliche Aktivisten warfen Frauen vor, auf diese Weise Geld erpressen zu wollen. Aber die angeblichen falschen Anzeigen sind all jene Fälle, die vor einer Gerichtsverhandlung wieder fallengelassen wurden. Eine Unterscheidung zwischen Falschanzeigen und Fällen, bei denen die Frauen unter Druck gesetzt wurden, die Anzeige fallen zu lassen, wurde nicht gemacht.

Der Anzeige einer Vergewaltigung und sexuellen Übergriffs in Indien steht das gesellschaftliche Stigma entgegen, welches schon Minderjährige betrifft. In der Statistik von Maplecroft zur Gewalt gegen Minderjährige und sexuellem Menschenhandel erreicht Indien den siebten Platz der am schlechtesten abschneidenden Länder. Die meisten Gewaltdelikte bleiben unerkannt, da die Opfer Rache und Erniedrigung fürchten. Im Jahr 2014 wurde geschätzt, dass nur 5-6 Prozent der Vergewaltigungsopfer ihre Peiniger anzeigten.

Die Schuld der Gewalt liegt auch im noch immer vorherrschenden Kasten-System Indiens. Die unterste Kaste die "Unberührbaren" (Dalits) werden oft von Angehörigen der höheren Kaste sexuell ausgebeutet. Laut Berichten gibt es derzeit 100 Millionen Dalit-Frauen in Indien. Jeden Tag werden im Schnitt mindestens vier Dalit-Frauen vergewaltigt. Vergewaltigung einer Frau als Strafe gegenüber männlichen Angehörigen gehören zum Alltag in Indien. Bringt eine "Unberührbare" die Gewalt gegen sie zur Anzeige, wird dieser von den Polizisten oft nicht nachgegangen. Eine häufige Antwort eines Polizisten:

Wie kannst Du vergewaltigt worden sein? Du bist eine Dalit - Dich zu berühren, würde jeden spirituell unrein machen.

https://deutsch.rt.com/asien/56335-indi ... -schlagen/


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 12. September 2017, 13:56:11 
 
13-JÄHRIGES VERGEWALTIGUNGSOPFER ENTBINDET: BABY STIRBT

Mumbai - Zwei Tage nach der Geburt ist das Baby eines 13-jährigen Vergewaltigungsopfers in Indien gestorben.

Das Oberste Gericht des Landes hatte dem Mädchen erst am vergangenen Mittwoch eine Abtreibung erlaubt, obwohl es bereits in der 31. Woche schwanger war (TAG24 berichtete). Das indische Gesetz erlaubt Abtreibungen nur bis zur 20. Woche.

Dennoch kam der Junge am Freitag in Mumbai (früher Bombay) per Kaiserschnitt zur Welt. Herz und Lunge waren aber unterentwickelt. Das Kind starb zwei Tage später, wie ein Sprecher des Krankenhauses am Dienstag mitteilte.

Medienberichten zufolge hatten das Mädchen und seine Familie zuletzt entschieden, das Kind doch zu behalten. Wegen der Gerichtsentscheidung musste demnach die Schwangerschaft aber abgebrochen werden. So wurde der Junge zu früh geboren. Die Eltern hatten laut Berichten von der Schwangerschaft erfahren, als das Mädchen wegen Fettleibigkeit untersucht wurde. Ein Kollege des Vaters soll die 13-Jährige vergewaltigt haben. Er sitzt in Haft.

In einem ähnlichen Fall hatte das Oberste Gericht im August einem zehnjährigen Vergewaltigungsopfer in der 32. Woche eine Abtreibung untersagt. Das Mädchen entband per Kaiserschnitt, seine Familie gab das Baby zur Adoption frei.

In Indien wurden 2015 offiziellen Zahlen zufolge 10.854 Vergewaltigungsfälle registriert, bei denen die Opfer jünger als 18 Jahre waren. Aktivisten vermuten zudem eine hohe Dunkelziffer.

https://www.tag24.de/nachrichten/indien ... ter-333105


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 09. Januar 2018, 16:23:40 
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In Indien gibt es einen neuen Frauen-Slip – es ist schlimm, dass es ihn überhaupt geben muss
Der Slip ist mit einer Kamera ausgestattet.
HuffPost/ame

INDIAN WOMEN
In Indien wird alle 22 Minuten eine Frau vergewaltigt.
Eine junge Inderin hat einen kugelsicheren Damen-Slip mit eingebautem Schloss, Kamera und GPS-Alarm entworfen
Der ungewöhnliche Slip soll Frauen vor Vergewaltigungen schützen
Viele 19-jährige Frauen in Deutschland machen sich wahrscheinlich Gedanken darüber, ob ihre Unterwäsche sexy ist – 19-jährige Frauen in Indien eher darüber, ob sie kugelsicher und mit einem GPS-Alarm ausgestattet ist.

Denn in Indien wird nach offiziellen Angaben jeden Tag, alle 22 Minuten, eine Frau vergewaltigt. Viele Frauen schweigen aus Scham – was dazu führt, dass die Männer sich unantastbar fühlen. Vermehrt ereigneten sich in den vergangenen Jahren auch Gruppenvergewaltigungen.

Politiker im Land leugnen das Problem oder verharmlosen es. Indische Minister haben schon Kommentare wie “So etwas passiert aus Versehen” oder “Manchmal sind solche Taten richtig, manchmal falsch” von sich gegeben.


Gerade bei Gruppenvergewaltigungen ist es Frauen unmöglich, sich zu wehren.

►Die 19-jährige Inderin Seenu Kumari will das ändern. Deshalb hat sieeine spezielle erfunden, damit Frauen sich endlich wehren können.

Eine Kamera zeichnet den möglichen Angreifer auf
Gerade in Uttar Pradesh, der Heimat des Mädchens, einem Staat im Norden Indiens, gibt es viel Gewalt auf den Straßen. Videoaufnahmen von Vergewaltigungen sollen dort für wenige Cent verkauft werden.

Kumari will den Frauen Sicherheit geben. Ihr Slip ist mit einem Schloss abschließbar, sodass ihn niemand einfach herunterziehen kann. Eine Video-Kamera nimmt den Angreifer auf.

►Hinzu kommt ein Notfall-Knopf, den die Frauen im Falle einer Belästigung drücken können. Und: Dadurch, dass der Slip kugelsicher ist, prallen auch Messer daran ab.

Insgesamt hat Kumari nicht mehr als 56 Euro für die Herstellung des Slips ausgegeben.


Die Unterhose kann sogar die Polizei alarmieren
“Ich habe ein Schloss installiert, das sich nicht öffnen lässt, ehe jemand das richtige Passwort eingegeben hat”, sagte Kumari der britischen Tageszeitung “Daily News”.

“Mein GPS-Alarm ist mit einem Messenger-Dienst verbunden. Wenn jemand die Frau belästigt, schickt das System ganz schnell Nachrichten an die Polizei und die Familie und ortet die Frau.”

►Die Erfinderin habe den Slip für unsichere Orte entworfen und damit Frauen auch in Indien alleine verreisen können, sagt sie.

Bislang handelt es sich bei der Unterhose nur um einen Prototyp. Vor kurzem wurde sie jedoch zu einer nationalen Stiftung geschickt. Sobald die Erfinderin genug Geld für eine bessere Qualität des Stoffes zusammen hat, will sie den Slip verkaufen. Und könnte damit vielen Frauen das Leben retten.

http://www.huffingtonpost.de/entry/in-i ... e47ebc6371


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Dienstag, 23. Januar 2018, 19:45:57 
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Indien, Pakistan und das Thema Vergewaltigung
In Pakistan hat die Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens einen Aufschrei erzeugt. Beim Nachbarn Indien sorgen ähnliche Fälle für weniger Schlagzeilen. Sexuelle Gewalt ist in beiden Ländern ein Dauerproblem.

Die 22jährige Frau ist mit dem Auto auf dem Heimweg von einer Hochzeit, gemeinsam mit ihrem Ehemann und dem Schwager. Während einer Pause wird die Gruppe von vier Männern überfallen. Einer zerrt die Frau aus dem Auto und vergewaltigt sie, während die drei anderen ihre Begleiter mit Waffen in Schach halten. Mann und Schwager müssen mit ansehen, was ihr angetan wird. Nach der Tat fliehen die Männer. Entgegen der Warnung, zur Polizei zu gehen, meldet der Ehemann das Verbrechen bei den Behörden. Wenig später können alle vier Angreifer festgenommen werden. Es ist der jüngste bekannt gewordene Fall einer Vergewaltigung im nordindischen Bundesstaat Haryana.

Aber beileibe nicht der erste. Seit Jahresbeginn sorgten Meldungen wie diese schon mehrfach für Schlagzeilen in den Zeitungen. In der vergangenen Woche veröffentlicht die Zeitung "Times of India" eine regelrechte Aufzählung des Grauens - und berichtet über sechs öffentlich gewordene Vergewaltigungsfälle innerhalb von sechs Tagen. Das ist selbst für Haryana eine erschreckend hohe Zahl.


Wieder einmal Proteste: Nach den schrecklichen Vergewaltigungsfällen in Haryana gehen Aktivisten in der vergangenen Woche in der Hauptstadt Delhi auf die Straße

Eines der Opfer ist erst drei Jahre alt. Das kleine Mädchen wird von einem 15jährigen Jungen vergewaltigt. Ein elfjähriges Dalit-Mädchen wird von zwei Nachbarn aus dem Dorf missbraucht und getötet. Danach sollen die Männer sich noch stundenlang an ihrem Körper vergangen haben. Ein 50jähriger Mann wird festgenommen, weil er einer Zehnjährigen ein Stück Holz eingeführt und ihre Geschlechtsteile verstümmelt haben soll. Zwei junge Frauen werden jeweils von mehreren Männern vergewaltigt. In einem Kanal wird die brutal verstümmelte Leiche eines 15jährigen Mädchens gefunden, teilweise sind die Organe aufgeplatzt.

Altes Problem, erschütternde Bilanz

Diese Fälle stehen stellvertretend für viele andere. Vergewaltigung ist in Indien nach wie vor an der Tagesordnung, klagt Ranjana Kumari, Leiterin des Centre of Social Research in Delhi und eine bekannte Frauenrechtlerin. Die Situation habe sich in letzter Zeit eher noch weiter verschlechtert, sagt sie gegenüber der DW. "Wir fordern den Rücktritt des Regierungschefs von Haryana. Hier haben sich Fälle zugetragen, die noch schlimmer waren als die Gruppenvergewaltigung von 2012."


Damals, im Dezember 2012, ging der Fall von Jyoti Singh Pandey um die Welt. Die Medizinstudentin wurde in einem Bus in Neu Delhi von sechs Männern brutal vergewaltigt. Knapp zwei Wochen später erlag sie ihren Verletzungen. Ihr Tod löste in Indien eine Protestwelle aus, in Massen gingen zornige Menschen auf die Straße. In der Folge wurde das Sexualstrafrecht verschärft. Allerdings: Die Zahl der Vergewaltigungen ging seitdem nicht etwa zurück. Im Gegenteil. 2015 wurden nach Angaben des National Crime Records Bureau knapp 35.000 Fälle bei der Polizei gemeldet, das sind fast 40 Prozent mehr als 2012 – dem Jahr, in dem die 23jährige Studentin starb. "Es gibt heute bessere Gesetze. Und trotzdem steigt die Zahl", klagt Kumari.

Frauen, Menschen zweiter Klasse?

"Besonders in Nordindien gibt es eine regelrechte Vergewaltigungs-Kultur", so die Aktivistin. Allein in dem an die indische Hauptstadt Delhi angrenzenden Bundesstaat Haryana habe es im Jahr 2017 rund 115 Gruppenvergewaltigungen gegeben. Und das habe mit der indischen Gesellschaft an sich zu tun. In Indien ist sexuelle Gewalt gegenüber Frauen gesellschaftlich tief verankert und Teil einer umfassenden Benachteiligung und Unterdrückung. Diese schließe auch Polizei und Justiz mit ein.

Menschen zweiter Klasse? Bis heute werden viele Frauen in Indien systematisch diskriminiert

Auch gegen die Sicherheitskräfte erhebt Kumari Vorwürfe. "Ein Polizeibeamter hat Vergewaltigung als Teil der Gesellschaft bezeichnet. Als etwas, was es halt schon immer gegeben hat. Wenn Polizisten oder Minister so reden, dann bedeutet das, dass sie die ganze Sache nicht ernst nehmen." Kumari fordert, dass der Beamte seines Postens enthoben wird. Ein frommer Wunsch, der verpuffen wird, mehr nicht.

Aufschrei für Zainab

Auch im Nachbarland Pakistan sorgte Anfang Januar ein erschütternder Fall für Schlagzeilen. Ein kleines Mädchen wird auf dem Weg zur Koranschule von einem Unbekannten verschleppt. Zwei Tage später wird seine Leiche auf einem Müllhaufen entdeckt. Das Kind wurde mehrfach vergewaltigt und danach erwürgt. Die Eltern beschuldigen die Polizei, nach dem Verschwinden ihrer Tochter untätig geblieben zu sein.

Demontsranten in Karachi nach der Ermordung der siebenjährigen Zainab mit einem Spruchband, darauf die Forderung: Brecht mit dem Tabu, sprecht über sexuellen Missbrauch (Faria Sahar)
Brecht mit dem Tabu, sprecht über sexuellen Missbrauch - fordern diese Demonstranten nach dem Tod von Zainab

Der Tod der kleinen Zainab löst im Land Empörung und Entsetzen aus. In den sozialen Medien ist er tagelang das beherrschende Thema. In der Stadt Kasur nahe der indischen Grenze kommt es zu gewalttätigen Protesten gegen die pakistanische Regierung, dabei werden zwei Demonstranten getötet.

Umdenken möglich?

Die Wut ist groß – und der Ruf nach Veränderung auch. Aber ähnlich wie in Indien lägen die Wurzeln des Problems tief in der Gesellschaft vergraben, meint Beena Sarwar. Die Journalistin und Filmemacherin konzentriert sich in ihrer Arbeit vor allem auf Gender- und Menschenrechtsthemen. Außerdem gründete sie die Initiative Aman ki Asha ("Hoffnung auf Frieden"), die sich für bessere Beziehungen zwischen Indien und Pakistan einsetzt.

"In unserer Gesellschaft gibt es zu viel Scham. Oft wird einem Kind nicht geglaubt, wenn es erzählt, was ihm von einem Erwachsenen angetan wurde. Oder es wird ihm sogar das Gefühl gegeben, selbst schuld an dem Verbrechen zu sein."


Nach dem Tod des kleinen Mädchens in Pakistan kommt es in dessen Heimatstadt Kasur zu Demonstrationen - die auch außer Kontrolle geraten

Erschwerend komme hinzu, dass die meisten Täter innerhalb der Familie oder im direkten Umfeld zu finden seien. Ganz ausrotten könne man das Problem nicht, sagt Sarwar, keine Gesellschaft habe das geschafft. "Aber wir können zumindest mehr Prävention betreiben und so die Zahl der Delikte reduzieren." Einen direkten Zusammenhang zwischen sexueller Gewalt gegen Frauen und dem Islam sieht sie nicht. "Das hat damit nichts zu tun. Kindesmissbrauch gibt es in jeder Gesellschaft."

Regierung in der Pflicht

Ähnlich sieht es auch Saman Jaffery. Sie ist Parlamentarierin und setzt sich in der pakistanischen Politik für Frauen- und Minderheitenrechte ein. Sie beklagt eine fehlende gesellschaftliche Debatte zum Thema Vergewaltigung. "Dieses bewusste Wegschauen ist bei sexuellen Delikten besonders ausgeprägt. Vor allem dann, wenn der Täter ein Verwandter oder ein Freund der Familie ist."


Ein weiterer wichtiger Faktor ist ihrer Meinung nach die Tatsache, dass das Thema insgesamt tabuisiert wird. "Über bestimmte Dinge wird einfach nicht gesprochen." Sie sieht hier sowohl die Regierung als auch die pakistanische Bevölkerung in der Pflicht. "In erster Linie sollte die Regierung in die Verantwortung genommen werden. Aber auch die Gesellschaft, weil sie die Opfer nicht unterstützt und nicht ermutigt, an die Öffentlichkeit zu gehen und darüber zu reden, was ihnen angetan wurde." Die Abgeordnete sagt, dass niemand in Pakistan sich verantwortlich fühle. "Dazu kommen mangelhafte Bildung und die Tatsache, dass unter den Opfern oft zu viel Scham und ein falsches Verständnis von Ehre vorherrschen."

Grundsätzliche Veränderungen notwendig


Auch in Indien braucht es ein grundsätzliches Umdenken, ist Ranjana Kumari überzeugt. "Wichtig wäre die flächendeckende Erkenntnis, dass Männer und Frauen gleich sind. Sie haben dieselben Rechte als Bürger." Genau diese Botschaft müsse innerhalb der Familien und der Schulen vermittelt werden. Nur dann könne die Gesellschaft sich langsam ändern. "Bevor das nicht umgesetzt wird, werden Männer weiter versuchen, Macht über Frauen auszuüben."

Immerhin: Der Druck auf die Polizei wächst. Und das hat jetzt Folgen. Um den Opfern zu helfen, sollen in Indien Dutzende Hilfezentren für Frauen entstehen, meldet die Nachrichtenagentur AFP heute. Die Initiative "Justice for her" ist in Zusammenarbeit mit einer britischen Universität entstanden. Die Behörden von Madhya Pradesh, dem Bundesstaat mit den meisten Vergewaltigungsfällen, wollen allein mehr als 50 solcher Anlaufstellen für Frauen eröffnen. Auch die Hauptstadt Delhi und der Bundesstaat Punjab beteiligen sich an dem Projekt. Auch Haryana ist dabei. Für die Frauen, die in den vergangenen Tagen dort nach einer Vergewaltigung umgebracht wurden, kommt das allerdings zu spät.

Mitarbeit: Kishwar Mustafa / Isha Bhatia

http://www.dw.com/de/indien-pakistan-un ... a-42250657


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 14. April 2018, 15:34:55 
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Indien erschüttert von Vergewaltigungen
Neue Fälle von Gewalt gegen Frauen schockieren die Öffentlichkeit
Von Silva Lieberherr und Awanish Kumar, Mumbai

In Indien haben zwei Fälle von Vergewaltigung das Vertrauen in den Staat und seinen säkularen Charakter erschüttert. Dabei geht es nicht nur um die Brutalität der Taten, sondern vor allem darum, dass sie zeigen, wie tief die Gräben zwischen Hindus und Muslimen bereits sind und wie stark sexuelle Gewalt zur Normalität geworden ist. Die sowohl auf nationaler Ebene wie auch in den zwei betroffenen Bundesstaaten regierende hindunationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) schürt den Hass gegen Minderheiten und ebnete dadurch den Weg für solche Verbrechen.

Anfang April wurde bekannt, dass im Januar in dem Dorf Rassana im Bundesstaat Jammu und Kaschmir eine 8jährige von mehreren Männer vergewaltigt und brutal ermordet worden war. Das Mädchen gehört zu der nomadisch lebenden, muslimischen Gruppe der Bakarwal und wurde offensichtlich deswegen zum Opfer. Der Polizeibericht nennt den pensionierten Finanzbeamten Sanji Ram als Hauptverdächtigen. Das Verbrechen zog sich über mehrere Tage hin; Ram habe das Mädchen entführt und in einen von ihm betriebenen Tempel verschleppt, wo sie unter Drogen gesetzt, mehrfach vergewaltigt, gefoltert und schließlich ermordet wurde.

Aus dem Polizeibericht geht hervor, dass die Gruppenvergewaltigung des Mädchens gut geplant war und dazu dienen sollte, den muslimischen Bakarwal eine Lektion zu erteilen, damit sie sich von Rassana fernhalten. Die Angehörigen dieser Ethnie sind überwiegend Hirten, die von der Regierung in dem Dorf angesiedelt wurden. Laut dem Polizeibericht gab es den »generellen Eindruck« unter Hindus in der Region, die Bakarwal würden Kühe schlachten und mit Drogen handeln. Ersteres sowie der Verkauf oder Konsum von Rindfleisch ist in vielen Bundesstaaten unter der BJP verboten worden, sicherlich auch, um Muslimen die Lebensgrundlage zu entziehen und Gewalt gegen sie zu legitimieren.

Melodie und Rhythmus
In Jammu und Kaschmir, einem vorwiegend muslimischen Bundesstaat, gibt es kein derartiges Verbot. Doch zeigen die im Polizeibericht aufgeführten Anschuldigungen, wie stark der Mord mit der antimuslimischen Politik verbunden ist. Am 11. April riefen lokale Hindugruppen einen Streik aus. In Protestmärschen zeigten sie Solidarität mit Sanji Ram und den anderen Verdächtigen, schwenken die indische Flagge und skandierten hindunationalistische Parolen. Zwei BJP-Minister der Regionalregierung nahmen in der Stadt Jammu an solchen Kundgebungen teil, während es von offizieller Seite keine Stellungnahme gab.

Der zweite Fall reicht bis in den Juni 2017 zurück. Eine 17jährige beschuldigte zwei Männer, sie vergewaltigt zu haben. Einer von ihnen, Kuldeep Singh Sengar, ist BJP-Abgeordneter des Parlaments im Bundesstaat Uttar Pradesh. Die vielen Versuche der Familie der jungen Frau, eine Anzeige gegen Sengar zu erstatten, waren vergeblich. Statt dessen wurde der Vater des Mädchens unter fadenscheinigen Gründen verhaftet. Am 8. April versuchte das Mädchen vor dem Büro des Premierministers von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath von der BJP, Selbstmord zu begehen, um eine Anklage zu erwirken. Einen Tag später starb ihr Vater, nachdem er in Polizeigewahrsam gefoltert worden war. Die Ermittlungen wurden nun von der Bundespolizei übernommen, nachdem Adityanath, der auch Hindupriester und einer der radikalsten BJP-Politiker ist, wegen des Falls unter Druck geriet. Trotzdem es gesetzlich vorgeschrieben ist, wurde der Täter bislang nicht verhaftet.

Indien ist zu einem Land geworden, in dem Verbrechen danach beurteilt werden, wer sie begeht. Dies entspricht den Regeln, die vom Hindugesetzbuch »Manusmriti« vorgegeben werden. Damit bewegt sich die Gesellschaft in die von der BJP vorgesehenen Richtung: ein Staat für Hindus und nach deren Regeln.

https://www.jungewelt.de/artikel/330771 ... ungen.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 21. April 2018, 21:38:17 
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Nach Pädo-Mord an Zainab (†8)
Indien führt für Kinderschänder Todesstrafe ein
Zainab (†8) wurde im Januar in Kaschmir vergewaltigt und ermordet. Jetzt stellt Indien die Vergewaltigung von Kindern unter Todesstrafe.

Gegen Vergewaltiger von Kindern unter zwölf Jahren kann demnach die Todesstrafe verhängt werden, auch die Mindeststrafen für Sexualverbrechen wurden heraufgesetzt. Hintergrund sind Massenproteste nach den jüngsten brutalen Vergewaltigungen in Indien.

Parlament muss der Gesetztesänderung noch zustimmen
Premierminister Naredra Modi habe das Kabinett nach seiner Rückkehr vom Commonwealth-Gipfel einbestellt. Das Regierungsdekret wird nun dem Präsidenten vorgelegt, dessen Zustimmung als Formsache gilt. Nach der Billigung durch den Präsidenten tritt es für sechs Monate in Kraft und erhält Gesetzeskraft, sobald das Parlament den Änderungen zustimmt.

Das Dekret sieht überdies vor, dass die Prozesse im notorisch langsamen Gerichtswesen in Indien im Falle der Vergewaltigung von Kindern binnen zwei Monaten nach der Festnahme abgeschlossen sein müssen.

40'000 Übergriffe auf Frauen in Indien pro Jahr
Die Vergewaltigung und Ermordung der achtjährigen Zainab Ansari in Kaschmir im Januar hatte landesweites Entsetzen ausgelöst (BLICK berichtete). Nach der abscheulichen Tat wurde das Mädchen wie Müll entsorgt. Das Mädchen fiel hinduistischen Männern im Bundesstaat Jammu und Kaschmir zum Opfer. Auch der Fall eines Abgeordneten der Regierungspartei BJP im Bundesstaat Uttar Pradesh, der eine Jugendliche missbraucht haben soll, löste Empörung aus.


Die beiden Fälle führten zu den grössten Protesten seit der Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi im Jahr 2012, die später ihren Verletzungen erlag. Anschliessend wurden zwar die Strafen für Vergewaltiger in Indien deutlich verschärft. Die Zahl der Angriffe auf Frauen ist aber weiterhin hoch. Jährlich werden in Indien 40'000 Fälle angezeigt. Allein vergangene Woche wurden vier ähnliche Fälle gemeldet.

In Indien gibt es bereits die Todesstrafe für besonders brutale Morde oder Terrorangriffe; die Todesurteile werden aber selten vollstreckt. Die bisher letzte Hinrichtung gab es 2015. Zudem steht die Beihilfe zum Selbstmord eines Kindes sowie Vergewaltigung, wenn diese zum Tod des Opfers oder zum Wachkoma führt, unter Todesstrafe. (SDA/rad)

Publiziert am 21.04.2018 | Aktualisiert um 16:52 Uhr

https://www.blick.ch/news/ausland/nach- ... 85101.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergewaltigungen in Indien
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 09:08:23 
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Bereits der dritte Fall dieser Woche
16-Jährige in Indien vergewaltigt und verbrannt
In Indien hat ein weiterer Vergewaltigungsfall für Entsetzen gesorgt. Eine 16-Jährige wurde im Bundesstaat Madhya Pradesh missbraucht und angezündet. Es war bereits das dritte Mal diese Woche, dass eine Jugendliche vergewaltigt und anschliessend verbrannt wurde.

In Indien hat ein weiterer Vergewaltigungsfall für Entsetzen gesorgt. Eine 16-Jährige wurde im Bundesstaat Madhya Pradesh missbraucht und angezündet, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Das Mädchen hatte dem Peiniger gedroht, ihren Eltern von der Vergewaltigung zu erzählen. Daraufhin zündete er sein Opfer an. Das Mädchen verbrannte dann bei lebendigem Leib. Der mutmassliche Täter, ein 26-jähriger Familienvater, sei festgenommen worden.

Auch ein Cousin des Mädchens, der den mutmasslichen Täter darüber informiert hatte, dass seine Verwandte alleine zu Hause war, wurde laut den Sicherheitsbehörden festgenommen.

Landesweite Proteste nach Gewalt-Welle
Es war der dritte Fall dieser Art binnen einer Woche. Zuvor waren eine 16-Jährige und eine 17-Jährige im Bundesstaat Jharkhand erst vergewaltigt und dann angezündet worden. Ein Mädchen starb, das andere schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Vergewaltigungen sind die jüngsten Vorfälle in einer ganzen Reihe von sexuellen Gewalttaten in Indien. Nach Bekanntwerden einer Gruppenvergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen muslimischen Mädchens durch acht hinduistische Männer hatte es im April landesweit Proteste gegeben. Die Regierung ordnete daraufhin die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern unter zwölf Jahren an.

2016 wurden in Indien etwa 40'000 Vergewaltigungsfälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da die Opfer soziale Ausgrenzung im Falle einer Anzeige befürchten. Wiederholt wurden auch ausländische Touristinnen in Indien Opfer von Vergewaltigungen. (SDA)

Publiziert am 12.05.2018 | Aktualisiert vor 25 Minuten

https://www.blick.ch/news/ausland/berei ... 67815.html


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