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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 10. Mai 2018, 09:33:34 
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Nach der Disco verschwunden
Elke Kerll wird seit 1969 vermisst

(XY-Sendung vom 9. Mai 2018)
1969 verschwindet die 15-jährige Elke Kerll aus Stolzenau spurlos. Lange galt sie als vermisst. Heute sind sich die Ermittler jedoch sicher: Sie wurde Opfer eines Verbrechens. Eine Mordkommission hat den Fall übernommen.


XY-Szenenfoto

Samstag, 13. Dezember 1969. Die 15-jährige Elke Kerll will an diesem Abend in die Disco im 20 Kilometer entfernten Nienburg. Ihr Vater äußert Bedenken. Schließlich soll sie am nächsten Morgen bei ihrer Praktikumsstelle in einem Kinderheim sein. Doch sie lässt sich nicht von ihren Plänen abbringen.


Diskothek „Schauburg“ in Nienburg.

Per Anhalter in die Disco
Kurz darauf steht Elke Kerll an der Straße und hält den Daumen raus: Sie will trampen, ihre Eltern wissen nichts davon. Sie hat Glück und wird relativ schnell mitgenommen. Ihr erstes Ziel ist die Diskothek „Schauburg“, in der sie sich öfter aufhält.

Wegen eines anderen Mädchens kommt es an diesem Abend zu einem Streit mit ihrem Freund. Doch die beiden versöhnen sich schnell wieder. Elke Kerll und ihre Freundinnen besuchen in den folgenden Stunden noch den „Scandia-Club“ in Nienburg. Anschließend lässt sie sich von einem jungen Mann nach Holtorf fahren. Dort will sie gemeinsam mit ihrem Freund bei einem Bekannten übernachten.


Vermisstenanzeige bei der Polizei
Am nächsten Morgen verabschiedet sie sich gegen 8 Uhr von ihrem Freund. Bei der Polizei gibt er später an, dass sie nach Loccum zu ihrer Praktikumsstelle trampen wollte. Seitdem ist sie verschwunden. Elke Kerlls Eltern erstatten Vermisstenanzeige. Bald steht die Vermutung im Raum, die 15-Jährige sei abgehauen. Die Ermittlungen werden schließlich eingestellt.

Hinweise auf Verbrechen
Für Polizei und Staatsanwaltschaft ergibt sich heute ein anderes Bild. Es gibt Hinweise darauf, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. So wurde zwei Wochen nach ihrem Verschwinden die Kette gefunden, die Elke an ihrem letzten Abend getragen hatte.


Elkes Kette mit Medaillon

Das Schmuckstück, an dem ein Medaillon hing, lag auf dem Tanzboden der Diskothek Schauburg. Hätte sie es selbst hier verloren, hätte es eigentlich viel früher gefunden werden müssen. Hat es vielleicht jemand nachträglich hier „entsorgt“?

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):
fast 16 Jahre alt, 1,60 m groß, schlank, dunkle kurze Haare. Kleidung: grüner Wollmantel, grüne Hose, schwarze Schuhe mit roten Streifen. In dem Medaillon an ihrer Kette befanden sich eine kleine Kastanie und einige Pfennigstücke – möglicherweise aber auch noch ein Bild.


Lage der Diskothek und der Wohnung des Freundes.

Fragen nach Zeugen:

Wer hat Elke Kerll gekannt und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet?
Wer kannte sie oder ihre Freunde aus der Diskothek Schauburg?
Wer hat einen Bezug zum Schülerheim Kortendiek in Loccum, in dem Elke Kerll als Praktikantin tätig war?
Wer ist zum damaligen Zeitraum in der Region um Nienburg getrampt und hat dabei möglicherweise schlechte Erfahrungen oder auffällige Beobachtungen gemacht?
Wer kann sonstige Angaben zu ihrem Verschwinden machen?
Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Polizei Stolzenau, Telefon 05761 / 92060.

http://www.e110.de/nach-diskobesuch-verschwunden/


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 10. Mai 2018, 09:37:20 
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Aktenzeichen XY... ungelöst vom 9. Mai 2018 | ZDF | y8nn8ck

Das räteslhafte Verschwinden von Elke Kerll 1969

ab 1:11:44

https://www.youtube.com/watch?v=7-DKRU-aRJQ


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 11. Mai 2018, 14:38:20 
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Christine hat geschrieben:
Mir geht gerade das Skelett durch den Kopf, das man gefunden hat und die Liegezeit auch 50 Jahre betragen könnte.

Dabei wurden die 2 Ringe und die Armbanduhr gefunden.......

Man weiß nicht, welchen Schmuck Elke Kerll in der der Nacht ihres Verschwindens getragen hat, oder? Ausser dem Medaillon.


Von Nienburg bis Sierksdorf (Skelettfund) sind es ca. 230 km. Weiterer Schmuck wurde nicht erwähnt.

Christine hat geschrieben:
Merkwürdig ist jedoch, das man das Medaillon erst 14 Tage später gefunden hat. Vielleicht wurde es später in der gezeigten Wohnung gefunden und derjenige hatte Angst, da mit irgendwas in Verbindung gebracht zu werden?


Könnte so gewesen sein. Sie hat ja dort übernachtet und dabei evtl. die Kette abgelegt und dann vergessen.

Oder aber Täter oder Finder hat sie auf dem Tanzboden verloren.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 11. Mai 2018, 16:39:02 
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11.05.2018 09:30 Uhr

Fall Kerll: Erste Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

Vor fast 50 Jahren ist die damals 15-jährige Elke Kerll aus Nienburg an der Weser spurlos verschwunden - gibt es nun eine heiße Spur? Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" hat den Fall am Mittwoch aufgegriffen und laut Staatsanwaltschaft Verden sind bis Donnerstag 14 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Diese müssten jetzt ausgewertet werden, sagte ein Sprecher NDR.de. "Bereits jetzt lässt sich aber sagen, dass unter den Hinweisen definitiv auch solche sind, die Anlass zu konkreten Ermittlungen geben", sagte der Sprecher weiter.

Nach 50 Jahren wird wieder ermittelt

Im März war bekannt geworden, dass der Fall neu aufgerollt wird: "Umfangreiche Vorprüfungen" ließen den Schluss zu, dass das Mädchen ermordet wurde, teilte die Staatsanwaltschaft Verden mit. Eine "turnusmäßige Überprüfung" der Akte habe laut Anklagebehörde dazu geführt, diese Vorprüfungen zu veranlassen. Die Ermittler gehen jetzt davon aus, dass das Mädchen einem Sexualverbrecher zum Opfer fiel und ermordet wurde. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Elke Kerll wollte per Anhalter zur Arbeit fahren

Nach Erkenntnissen der Ermittler war die Jugendliche in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1969, einem Wochenende, zusammen mit Freunden in der Disco Schauburg in Nienburg. Später feierte die Gruppe im Scandia-Club weiter. "Von dort begab sie sich, begleitet von einer Freundin und deren Freund, zu der Wohnung von Bekannten in der Straße Am Riedekamp in Holtorf-Nienburg, wo sie übernachten wollte", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zeugen berichteten, Elke Kerll habe am frühen Sonntagmorgen die Wohnung verlassen. Per Anhalter habe sie zu ihrer Arbeitsstelle fahren wollen, einem Kinderheim in Loccum. Sie wurde nie wieder gesehen.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ll100.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 08:44:15 
 
Wo findet man denn den Film Der Fall . Das Mädchen im Moor , der original getreu nachgestellt wurde? Kann da jemand etwas zu sagen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nienburg: Mord an Elke Kerll
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 13:24:17 
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wetterfrosch hat geschrieben:
Der Fall: Das Mädchen im Moor
Film von Michael Heuer

Am 14. Dezember 1969 verschwindet Elke Kerll nach einem Tanzabend in einer Nienburger Disko spurlos, wenige Wochen vor ihrem 16. Geburtstag. 31 Jahre später findet ein niedersächsischer Torfstecher im Moor die Leiche einer jungen Frau. Als die Ermittlungsakte angelegt wird, fällt Kriminalhauptkommissar Martin Lange, Leiter des Fachkommissariats für Kapitalverbrechen in Nienburg, der Fall der vermissten Elke Kerll ein. Tatsächlich kommt das Gutachten der Hamburger Gerichtsmedizin zu dem Befund: Das Skelett der Moorleiche könnte das einer 16- bis 19-Jährigen sein, und auch die Körpergröße stimmt mit der von Elke Kerll überein. Über ein Jahr warten Hertha und Horst Kerll, die Eltern, auf das Ergebnis der DNA-Probe. Doch das Ergebnis ist negativ. Wissenschaftler aus Göttingen stoßen bei der Untersuchung stattdessen auf eine Sensation: Das Mädchen aus dem Moor ist fast 2.700 Jahre alt und damit eine der ältesten jemals gefundenen Moorleichen. Es beginnt eine doppelte Spurensuche. Forscher rekonstruieren die uralte Mumie, und die Kommissare verfolgen im Fall Elke Kerll neue Ansätze. Widersprüchliche Zeugenaussagen über Elkes letzte Stunden sowie Berichte über ihre angebliche Schwangerschaft wurden damals übergangen. Die Kriminaltechnik ist heute weit ausgereifter. "Wir können das Verfahren erst einstellen, wenn der mögliche Täter nicht mehr leben kann", gibt sich Ermittler Kriminaloberkommissar Klaus Dieter Schmidt kämpferisch. Elkes Mutter hat die Hoffnung dagegen fast aufgegeben.

Ein Film über das Mädchen im Moor.

http://www.3sat.de/programm/?d=20100618



@Gast

Schau mal, ob du dort was findest.

Ansonsten kannst du den Sender mal anmailen und fragen, wo du ihn dir noch anschauen kannst.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 14:58:36 
 
Ja genau den Film meine ich...Leider gibt es den in keiner mediathek mehr zum ansehen...den Sender anzufragen ist ne gute Idee...Danke für den Vorschlag :)


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Samstag, 12. Mai 2018, 20:57:05 
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An dem morgen waren es laut Aktenzeichen -20 Grad? Oder hab ich was missverstanden?
Wie warm hatten die es denn in 1969 in der Bude? -18 Grad? Kohleheizung?

Ihr Freund hat sie an dem morgen zur Straße begleitet, sagt er. Der, der ein paar Stunden zuvor mit einer anderen rumgeknutscht hat. War wohl nicht so tragisch, war ja wieder alles gut, sagte er.

Vielleicht ist sie gar nicht in ein Auto gestiegen. Vielleicht gar nicht mehr bis zur Straße gekommen.

Dass die große, schwere und auffällige Kette (unzerrissen) 2 Wochen nach dem Verschwinden in der Disco auftaucht, spricht auch nicht unbedingt für einen vorbeifahrenden Zufalls-Vergewaltiger.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 13. Mai 2018, 07:47:05 
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mrmarble hat geschrieben:
An dem morgen waren es laut Aktenzeichen -20 Grad? Oder hab ich was missverstanden?


Hab ich auch so mitbekommen.


Ich hab hier einen Beitrag vom 9. Mai aus der ZDF Drehscheibe gefunden. Elke Kerlls Eltern kommen auch kurz zu Wort.

https://www.zdf.de/nachrichten/drehsche ... n-100.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Sonntag, 13. Mai 2018, 10:09:16 
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mrsmarble hat geschrieben:
Vielleicht ist sie gar nicht in ein Auto gestiegen. Vielleicht gar nicht mehr bis zur Straße gekommen.



Das ging mir auch schon des öfteren durch den Kopf.

Mich wundert es, das sie von niemand mehr gesehen wurde morgens.

Ok, es war Sonntag und noch etwas früh. Aber trotzdem müssten doch Autofahrer gesehen haben, das sie an der Straße gestanden hat und mitgenommen werden wollte.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 14. Mai 2018, 10:53:31 
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Helios hat geschrieben:
Wer hat einen Bezug zum Schülerheim Kortendiek in Loccum, in dem Elke Kerll als Praktikantin tätig war?


....fragt die Polizei.

Genaueres ist über dieses Haus oder die Bewohner nicht bekannt. Warum waren die Schüler in einem Heim? Waren es Waisen oder Jugendliche mit Problemen? Es gibt Heimkinder Foren. Dort wäre eine Anfrage vielleicht auch sinnvoll. Aber gut möglich, dass sie das getan haben.

wetterfrosch hat geschrieben:
Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" hat den Fall am Mittwoch aufgegriffen und laut Staatsanwaltschaft Verden sind bis Donnerstag 14 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Diese müssten jetzt ausgewertet werden, sagte ein Sprecher NDR.de. "Bereits jetzt lässt sich aber sagen, dass unter den Hinweisen definitiv auch solche sind, die Anlass zu konkreten Ermittlungen geben", sagte der Sprecher weiter.


Das ist doch schon mal was!


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Montag, 14. Mai 2018, 13:32:24 
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Das wäre super, wenn der Fall endlich gelöst werden könnte.

Vielleicht fasst sich der ein oder andere Zeuge doch noch ein Herz und meldet etwas.



Bild

Das Schülerheim 1973 - heute steht dort ein neues Gebäude in dem der Kindergarten untergebracht ist.

https://www.strassenkatalog.de/panorami ... 76074.html


Ich konnte aber nichts finden, was genau man damals unter "Schülerheim" verstanden hat.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 16. Mai 2018, 21:01:34 
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Aktuelle Ermittlungen im Fall „Elke Kerll“

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in den vergangenen Tagen in Nienburg im Fall der vor fast 50 Jahren verschwundenen Stolzenauerin Elke Kerll ermittelt. Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Marcus Röske, bestätigte auf HARKE-Nachfrage, Polizeieinsätze „im Zusammenhang mit den hier wegen des Verschwindens von Elke Kerll geführten Ermittlungen“.

https://www.dieharke.de/Lokales/Lokalna ... Kerll.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 16. Mai 2018, 21:07:34 
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Offenbar liegt den Ermittlern eine DNA-Spur vor, die den Mörder von Elke überführen könnte?

Und warum wurde nur wenige Tage nach ihrem Verschwinden,
ausgerechnet ihre Kette, in der von ihr damals besuchten
Disco Schauburg entdeckt?

Absicht oder nur purer Zufall?

Nach Zeugenaussagen soll sie die Wohnung des Freundes in Holtorf-Nienburg am frühen Sonntagmorgen des 14. Dezember verlassen haben, um per Anhalter zu ihrer Arbeitsstelle zu fahren, dem Kinderheim Kortendiek im etwa 30 Kilometer entfernten Loccum.

Wie konnte sie denn an jenem Sonntag felsenfest davon überzeugt gewesen sein,
dass sie per Anhalter ihre Arbeitsstelle rechtzeitig erreichen würde?


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Bei Helios hat sich 1 Benutzer für diesen Beitrag bedankt: MissMill
 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:23:42 
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Die Suche geht weiter

Aktuelle Ermittlungen im Fall der vor fast 49 Jahren verschwundenen Elke Kerll in Nienburg

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in den vergangenen Tagen in Nienburg im Fall der verschwundenen Stolzenauerin Elke Kerll ermittelt. Der ...

https://www.dieharke.de/Lokales/Lokalna ... eiter.html


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:34:40 
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wetterfrosch hat geschrieben:
Für den Durchgangsverkehr abgesperrt und so von der Öffentlichkeit zum Teil abgeschirmt ermittelten Beamte.


Ist das in Holtorf?


Verschwundener Teenager aus Nienburg ist Fall bei «Aktenzeichen XY»

Nienburg (dpa/lni) - Knapp 50 Jahre nach dem Verschwinden eines jungen Mädchens aus Nienburg an der Weser wird der Fall am Mittwoch (9. Mai) in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst» noch einmal aufgerollt. Wie die Staatsanwaltschaft Verden mitteilte, erhoffen sich die Fahnder von den Zuschauern neue Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Falles führen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die damals 15 Jahre alte Elke Kerll Opfer eines Sexualverbrechens geworden ist und ermordet wurde. Dank verbesserter DNA-Technik hat die Polizei inzwischen mehrfach lange zurückliegende Fälle aufgeklärt.

Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte das junge Mädchen in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1969 mit Freunden in Nienburg zunächst in der Diskothek Schauburg, später im Scandia-Club gefeiert. «Von dort begab sie sich begleitet von einer Freundin und deren Freund zu der Wohnung von Bekannten in der Straße Am Riedekamp in Holtorf-Nienburg, wo sie übernachten wollte», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Zeugen zufolge verließ die 15-Jährige am frühen Sonntagmorgen die Wohnung in Holtorf, um per Anhalter zu ihrer Arbeitsstelle, einem Kinderheim in Loccum, zu fahren. Was danach geschah, ist unklar. Einige Tage nach ihrem Verschwinden wurde in der Diskothek Schauburg eine Kette von Elke Kerll gefunden.

https://www.mt.de/lokales/regionales/22 ... t=22132504

Abgebildeter Artikel ist aus dem Mindener Tageblatt vom 5. Jan. 1970


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Donnerstag, 17. Mai 2018, 07:56:10 
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Helios hat geschrieben:

Wie konnte sie denn an jenem Sonntag felsenfest davon überzeugt gewesen sein,
dass sie per Anhalter ihre Arbeitsstelle rechtzeitig erreichen würde?


Hier könnte man vermuten, dass sie wusste, dass jemand (ein Bekannter, ein Kollege?) diese Straße zu einem bestimmten Zeitpunkt benutzt. Aber Elke Kerll ist schon öfter per Anhalter gefahren, hatte Erfahrung und deswegen ist sie schon um 8.00 Uhr mit Hansel losgegangen, der sich nach 100 Metern von ihr verabschiedete. Er empfahl ihr, zum Bahnhof zu gehen, das wären etwa 3 km gewesen, und das im Winter. Um 10.00 Uhr sollte sie in Loccum sein. Zeit wäre da gewesen, die Arbeitsstelle rechtzeitig zu erreichen, wenn der "richtige" Autofahrer angehalten hätte. Dieser hätte aber auch direkt bis Loccum fahren müssen.

Ehrlich gesagt, erscheint mir das Vorhaben auch irgendwie unsinnig. Aber ich bin keine 15 und 1969 war eine andere Zeit.


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 18. Mai 2018, 09:13:53 
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Zitat:
Was war zwischen Elke und Hansel? "Die Elke Kerll aus Stolzenau", hat Hans-Wilhelm Vehrenkamp am 13. Februar 1970 der Polizei erzählt, "ist meine Freundin. Ich hatte sie im November 1969 in Nienburg in der Schauburg kennengelernt… Wir haben uns in der Woche etwa zweimal getroffen. Ich habe mit ihr in den drei Wochen unserer Bekanntschaft geschlechtlich nicht verkehrt. Gesprächsweise sagte sie mir, daß sie noch unschuldig sei."

Drei Tage nach dieser Aussage vermerkt eine Kripobeamtin, die sich an Elke Kerlls Arbeitsstelle in Loccum umgehört hat: "Die Schülerin H. R., geb. am 18. 11. 1951…, berichtet mir, daß Elke ca. 14 Tage vor ihrem Verschwinden geäußert habe, ein Kind zu bekommen. Daraufhin habe man ihr Regulationstabletten für die schnelle Einleitung der Menstruation besorgt." Die Schülerin rät, noch andere Mädchen im Heim zu befragen, die bessere Kontakte zu Elke gehabt hätten und mehr sagen könnten. "Leider", schließt die Beamtin ihren Bericht, "war es an diesem Tag nicht möglich, weitere Mädchen anzuhören, da diese zur Schule in Stolzenau waren."

Auch während der folgenden Tagen und Wochen hört die Kripo die 18- bis 19-jährigen Schülerinnen nicht an. Sie kommt überhaupt nicht wieder auf den brisanten Anhaltspunkt einer Schwangerschaft zurück. Und lässt damit einen Schlüssel außer Acht, der ihr unter Umständen den Zugang zum Geheimnis um Elke Kerlls Verschwinden hätte verschaffen können. Ebenso wenig konfrontiert die Polizei die drei Kavaliere von Holtorf mit den Widersprüchen in ihren Aussagen. Das ganze Szenario dieser letzten, von den Zeugen beschriebenen Stunden Elke Kerlls hätte nahe gelegt, die Räume des Nachtlagers in Augenschein zu nehmen. Doch die Beamten sehen keinen größeren Handlungsbedarf, weil sie sich früh und fortlaufend auf eine "Vermisstensache" und nicht auf ein Verbrechen festlegen. Am 23. Dezember 1969 richten sie eine "Fernschrift" an die Landeskriminalpolizei in Hannover: "Betr. Praktikantin Elke Kerll… Seit 14. 12. 1969 abgängig. Treibt sich vermutlich herum. Bei Aufgreifen Vater Horst Kerll … verständigen… Tochter wird abgeholt." Noch drei Jahre später erklärt die Kriminalhauptmeisterin Renate B. der Zeitschrift Weltbild: "Wir vermuten, dass sich das Mädchen aus irgendwelchen Ängsten nicht nach Hause getraut hat und sich verborgen hält… Sie hat sich sicher aus unserem Kreis abgesetzt."

Seit drei Jahrzehnten sind Horst und Hertha Kerrl in Stolzenau ohne jedes Zeichen von ihrer Tochter geblieben. Da kommt am 5. Oktober 2000 nach langer Zeit wieder einmal die Polizei in ihre kleine, gepflegte Wohnung, in der sie mit ihrer zweiten, schwerbehinderten Tochter Martina leben. Es ist inzwischen nicht mehr so, dass sich die Angst noch riesenhaft vor der fast winzigen Hertha Kerll aufbaut. Aber das Herz zieht sich doch wieder zusammen. Kriminalhauptkommissar Martin Lange und ein jüngerer Kollege wählen einen schonenden Umweg. Erklären, dass sie alte Vermisstenfälle nochmals aufarbeiten und sich dabei auch die Akte der Tochter wieder vorgenommen hätten. Dann kommen sie darauf zu sprechen, dass im Raum Uchte das Skelett einer jungen Frau gefunden worden sei – aber, natürlich, gäbe es keinerlei Gewissheit, weitere Untersuchungen seien erforderlich. (Zeit Artikel von 2006 siehe S. 1)


Zitat:
Zwar liegen inzwischen auch Lichtjahre zwischen den kriminaltechnischen Ermittlungsmethoden von 1969 und denen von heute. Doch wie einen möglichen Mörder entdecken, wenn das Opfer nicht zu finden ist? Wie eine Fährte wieder aufnehmen, wo die Kripo vor bald vierzig Jahren nicht einmal auf der Höhe jener Zeit ermittelt hat – wie die alte Akte verrät? (Zeit Artikel siehe S. 1 )


Zurecht lässt der Autor hier Kritik mitschwingen. Wenn die Polizei im Jahr 2000 (!) angibt, sich die Akte von Elke Kerll vorgenommen zu haben (aus Anlass des Skelettfunds in Uchte), warum ist man dann nicht mal auf die Idee gekommen, den oben erwähnten Punkten endlich nachzugehen? Erst 2006 versucht man, die nie befragten Mädchen ausfindig zu machen.

Zitat:
Hinweise auf Verbrechen
Für Polizei und Staatsanwaltschaft ergibt sich heute ein anderes Bild. Es gibt Hinweise darauf, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. So wurde zwei Wochen nach ihrem Verschwinden die Kette gefunden, die Elke an ihrem letzten Abend getragen hatte.

Elkes Kette mit Medaillon

Das Schmuckstück, an dem ein Medaillon hing, lag auf dem Tanzboden der Diskothek Schauburg. Hätte sie es selbst hier verloren, hätte es eigentlich viel früher gefunden werden müssen. Hat es vielleicht jemand nachträglich hier „entsorgt“? (e110.de)


Also es ergibt sich heute ein anderes Bild, wo doch die Kette 2 Wochen nach Verschwinden, Anfang 1970, aufgefunden wurde! Diese Schlussfolgerung muss mir jemand erklären.


********
Ich wünsche wenigstens der Mutter, dass dieser Fall aufgeklärt wird und sie endlich erfährt, was passiert ist. Elke Kerlls Vater ist 2014 verstorben. Unter welcher Unmenschlichkeit diese Familie seit 1969 gelebt haben muss, kann man nicht ermessen!


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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 18. Mai 2018, 10:53:58 
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MissMill hat geschrieben:
Also es ergibt sich heute ein anderes Bild, wo doch die Kette 2 Wochen nach Verschwinden, Anfang 1970, aufgefunden wurde! Diese Schlussfolgerung muss mir jemand erklären.



Die Kritik an den Ermittlungen ist vollkommen berechtigt.

Normal hätten alle Alarmglocken klingeln müssen, nachdem die Kette plötzlich aus dem Nichts heraus aufgetaucht ist.

Ich bin mir nach wie vor auch nicht wirklich sicher, ob sie die Wohnung damals lebend verlassen hat.

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 Ungelesener Beitrag Verfasst: Freitag, 18. Mai 2018, 12:25:30 
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Das andere VIDEO nicht mehr verfügbar.


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- XYungelöst: Verschwunden seit 50 Jahren

1969 verschwindet die damals 15jähige Elke Kerll spurlos. Lange galt sie als vermisst. Doch heute ist sich die Polizei sicher: Elke wurde Opfer eines Tötungsdelikts.
Beitragslänge:2 min|Datum:09.05.2018

VIDEO:

https://www.zdf.de/nachrichten/drehsche ... n-100.html


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